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Super, dachte ich letzte Woche, als das lang ersehnte Weihnachtsgeld auf mein Konto flatterte und traute fast meinen Augen nicht beim Anblick des Kontostandes.  Doch ich vergaß… die Autodurchsicht steht an. Heute brachte ich mein kleines Gefährt also in die Werkstatt meines Vertrauens und wusste schon vorher, dass es nicht billig werden würde. In letzter Zeit hatte ich öfter mal das Gefühl gleich rollt ein Rad an mir vorbei. Aber mittlerweile überhöre ich solche komischen Geräusche gekonnt. Die kommen und gehen. Es ist eben ein altes Auto.  Neben dem üblichen Kram wie Ölwechsel und Bremsflüssigkeit austauschen kommt nun also hinzu: kaputte Radaufhängung (wie gesagt, irgendwas klang da komisch), kaputtes Türschloss (ging schon eine Weile nicht mehr immer auf, heute dann nicht mehr zu), poröse Bremsschläuche und schließlich noch die fast nicht mehr vorhandenen Wischerblätter vorn (bei dem Preis kams auf die dann eh nicht mehr an). Über den Preis der ganzen Angelegenheit möchte ich gar nicht sprechen, er ist jedenfalls höher als mein Weihnachtsgeld ausfiel (was ja für eine Azubiene echt viel war…) und verschlingt auch noch die schöne Betriebskostenrückzahlung.

Nun gut. Für Geschenke wird schon noch Geld übrig bleiben. Und immerhin hab ich ja dieses Jahr eins weniger zu kaufen ;-)

Der Schulturnus läuft… und heute durfte ich mal wieder in die Rolle des Patienten schlüpfen. Thema: ZVK-Anlage. Und da ich mich ja für solche Sachen immer gern mal freiwillig melde, saß ich ruck-zuck auf dem Lehrerstuhl (in Ermangelung eines Bettes) unterm Lochtuch und bekam nun meinen ZVK (natürlich nicht so richtig). Gesehen habe ich demzufolge also nichts, musste die ganze Zeit den Kopf schön schief halten, was meinem Nacken gar nicht gefiel (brauche dringen eine Massage…), konnte aber wenigstens akustisch verfolgen, wie meine Lehrerin alles erklärte. Ich muss sagen, es war schon ein komisches Gefühl so gar nicht zu sehen, was sie da an meinem Hals macht. Hätte ich wirklich nen ZVK bekommen, ich glaub ich hät mir ganz schön in die Hosen gemacht. Und jetzt erst recht, denn hinterher durften wir noch schön mit dem ZVK-Anlage-Set „spielen“ … der Hammer war die Nadel zum annähen, die war nämlich nicht so klein und niedlich wie beim Thoraxdrainage annähnen neulich, sondern hatte so ungefähr die Größe einer Nähnadel aus Omas Handarbeitsset. Die möchte ich nicht im Hals haben. Und ich hoffe auch nicht, dass die irgendein Arzt verwenden würde um einen ZVK anzunähen…

Allen kleinen und großen Disney- und vor allem Charles Dickens Fans kann ich diesen Film nur empfehlen. Und so schön in 3D – als wär man wirklich dabei. (Vorher einen Glühwein trinken macht die Sache noch schöner…)

Alle Jahre wieder

…ist der erste Weihnachtsmarktbesuch doch der schönste. Mit einer Freundin machte ich mich also am Freitag auf, die Bratwurst- und Glühweinstände unsicher zu machen, schokolierte Früchte und gebrannte Mandeln in mich hinein zu stopfen und dem Spektakel zuzusehen, wenn der Weihnachtsmann kleine Kinder fast zu Tode ängstigt (ich hatte übrigens früher auch immer Angst vor dem alten Mann, konnte diese aber Gott sei Dank vor ein paar Jahren ablegen…). Das Gedränge war wie immer groß, Autos vor den Einfahrten der Parkhäuser versperrten überfüllten Trams den Weg, verzweifelt dreinschauende Muttis mit Kinderwagen versuchten sich und ihren Nachwuchs unbeschadet durch die Massen zu befördern, Omas und Opas mit Gehhilfen kamen noch langsamer voran als sonst und ich hatte schlauerweise keine Handtasche mitgenommen und so nie das Gefühl, sie würde mir gleich vom Arm gerissen werden. Oder der Arm gleich mit. Man weiß ja nie, bei den Taschendieben heutzutage…

Der Glühwein war lecker und teuer wie immer. Die Feuerzangenbowle war auch nicht zu verachten und die obligatorischen gebrannten Mandeln landeten dank einer ausladenden Geste meiner Freundin beim Erzählen der neuesten Klinikstories zur Hälfte auf dem Boden. Normalerweise sind solche Aktionen meine Aufgabe… vielleicht war dieses kleine Missgeschick aber auch dem steigenden Alkoholpegel geschuldet… Alles in allem hatten wir jedenfalls viel Spaß, gaben dazu ein Haufen Geld in diversen Kaufhäusern und Buchläden aus (das Weihnachtsgeld war glücklicherweise schon auf dem Konto) und ließen schließlich den Abend bei mir vor dem Fernseher mit Sekt und Plätzchen ausklingen. Weihnachten kann kommen.

… dass Frauen bei Männern unter anderem besonders auf die Hände achten. Ich gehöre dazu. Und habe im Laufe der Woche festgestellt, dass unsere Ärzte auf Station alle keine schönen Hände haben. Zumindest meiner Ansicht nach. Entweder sind sie zu wurstig oder die Finger zu kurz und mit Ehering versehen oder es sind solche typischen Frauenhände, was ich überhaupt nicht toll finde. Warum die Hände so wichtig sind? Bleibt mein Geheimnis…

… an meinem Job, ist die sogenannte Bettenaufbereitung. Dass heißt die Entlassungsbetten im “Bettenaufbereitungsraum“ abzuziehen, runherum zu desinfizieren und neu zu beziehen. Eine richtige Schülerarbeit, die Gott sei Dank an Werktagen der Zivi übernimmt (den ich darum wirklich nicht beneide). Doch am Wochenende und an Feiertagen wird es eben wieder zur Schülerarbeit. Die mir heute ganze 8 zu putzende Betten beschehrte und dafür sorgte, dasss mir jetzt alle Knochen weh tun, obwohl das erst mein erster von sechs Diensten war. Na prima. Gut, ihr werdet jetzt sagen „Stell dich nicht so an, gibt schlimmeres…“, aber ich hasse es echt. Besonders heute.

Es geht mir von Tag zu Tag besser. Und ich habe eingesehen, auch allein und später mit einem anderen Mann, glücklich sein zu können. Dazu kommt, dass ich heute mit meiner Arbeit ziemlich zufrieden war, und das natürlich gut ist fürs Ego. Ich merke immer mehr, dass ich Zusammenhänge erkenne und schwierige Situationen besser und leichter lösen kann als früher, dass ich mich öfter traue einfach mal nachzufragen oder nachzuhaken, aber auch Entscheidungen selbst zu treffen. Die Ausarbeitungen für meine Praxisaufträge habe ich heute auch endlich mal geschafft (so zwischendruch eben) und meinen Einsatz im Herzkatheterlabor bei meiner PA klargemacht. Da freu ich mich echt drauf, wird aber noch eine Weile dauern bis ich da hin komme.

Kurz vor Dienstschluss hab ich dann auch noch eine Runde mit den PJ-lerinnen der Allgemeinchirurgie quatschen können, die beide echt lieb sind und wirklich Spaß an der Sache zu haben scheinen. Und hab von denen erfahren, dass der gutaussehende Assistenzarzt, der bei der Visite rumgockelt wie Herr Chefarzt höchstpersönlich, gar kein Assi ist, sondern ebenfalls PJ-ler. Was das Rumgegockle natürlich noch aufgeblasener erscheinen lässt. Aber gut.

… ist die Welt nicht untergegangen. Und das wird sie wohl demnächst auch nicht tun. Mittlerweile habe ich eingesehen, dass es besser so ist. Das Herz blutet zwar schon noch etwas, aber das wird schon wieder.

Und ich habe in dieser Woche wieder einmal gemerkt, dass ich die richtigen Freundinnen habe. Die für mich da sind, die  mir zuhören und mich aufbauen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Und von jetzt an habe ich auch wieder viel mehr Zeit für sie.

Das Leben ist gemein

Nun bin ich also wieder Single. Und keineswegs glücklich darüber. Auch wenn mein Verstand sagt, dass es besser so ist, mein Herz wurde gestern zerrissen und im Moment hab ich das Gefühl jetzt für immer allein zu sein…

Kittelkram

Ich mag ja so Mitmachaktionen der medizinisch versierten Bloggergemeinde, also werde auch ich euch hier mal offenbaren, was sich so in meinen Kitteltaschen befindet:

Als erstes natürlich diverse Kulis, in drei Farben (rot ganz wichtig!), auch mal der eine oder andere, der eh nicht mehr schreibt… und ein Folienstift um zum Beispiel Zahnprothesenbehälter und Medikamentendispenser zu beschriften. Eine Lampe – manchmal echt praktisch bei der Mundpflege, eine Schere, Klemme, Holzspatel (Lineal), Pulsuhr, Plaster, Rotkäppchen, Mandrins in allen Farben (nur nie in der, die man gerade braucht), NaCl-Ampullen, Maßband, Taschentuch, Chip-Coin (um immer und überall reinzukommen), massenweise Zettel und Büroklammern (vom Patienten aufnehmen).

Das dürfte es eigentlich gewesen sein. Ab und zu gelangen natürlich noch ganz andere Sachen mal eben in die Taschen (z.B. Kompressen oder Mullbinden), weil grad nirgendwo anders Platz war und die Dinger so schön groß sind, aber spätestens in der Umkleide fällt es mir dann ja wieder in die Hände.

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