Leider gibt es immer wieder Eltern, die ihre Pflichten (schon während der Schwangerschaft) nicht wirklich, oder auch überhaupt nicht, ernst nehmen. Für nächste Woche wurde uns gestern ein Frühchen (entbunden mit 820g, jetzt knapp 900g) angekündigt, dessen Eltern das Sorgerecht entzogen wurde. Wegen Drogenkonsum und anderen Gräueltaten, für die das kleine Würmchen überhaupt nichts kann. Mal schaun wie die Kleine sich macht… wird erstmal ordentlich aufgepäppelt werden. Und dann hoffentlich von einer liebevollen Familie adoptiert.
Solche Fälle gibt es sicher tausende im Jahr. Und das ist wirklich traurig, wenn ich mir die kleinen Dinger anschaue und denke sie haben das doch echt nicht verdient. Doch was soll man schon dagegen tun? Wir können nichts anderes, als ihnen wenigstens während des KH-Aufenthaltes ganz viel Liebe zu geben. Den Rest macht der Sozialdienst…
Ich hab selbst auch schon einige der Drogenbabys mitgekriegt.
Da war von den Müttern her echt alles dabei – von der Entbindungsstation entlassen und nicht mehr gesehn,
entlassen und bei Anruf vorbegekommen zur Versorgung ,
entlassen und täglich selbst vorbeigekommen,
entlassen und zu jeder Versorgung vor der Tür ….
und in fast jedem Fall kam das Baby erst zu ner Pflegefamilie – und danach wieder zu den leiblichen Eltern. Schön für die engagierten Eltern, scheiße für die Babys, bei denen Fall1 vorlag.
Pflegeeltern bis zum Prozess und dann werden die Babys aus der Pflegefamilie rausgerissen. Trotz allen Dokumentationen wie sich die Eltern benehmen und angestellt haben, trotz Jugendamtmitarbeitern, die sich den Hintern aufgerissen haben, trotzdem kann man meistens nichts machen.
Als wär der neonatale Entzug nicht schon schlimm genug, wie oft hab ich Würmchen mit einem Score von 30 gesehn, die nur am zittern und niesen waren.
Grausaum, aber leider wahr…
[...] den Pflegeblogger, den monsterdoc (was isst denn so ein Triathlet?), die krankeschwester und die Schwester Trauma auf, sich an der Aktion [...]