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Archive for Mai 2009

Was zum gucken

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Bin ich zu langsam?

Heute habe ich den sechsten von sieben Frühdiensten auf der Traumatologie hinter mich gebracht. Und es war wieder ein Dienst, aus dem könnte man zwei machen, oder die angefallene Arbeit auf das doppelte Personal verteilen. Drei exam. Pflegekräft, eine Krankenpflegehilfeschülerin und ich (Ges.- und KrPfl-Schülerin eben) für 40 Patienten, davon 3 OPs, 10 Frischoperierte, zu viele immobile Patienten unter Diuretikabehandlung und unzählige junge Männer, die klingeln, weil ihr Eisbeutel warm geworden ist…  Ich habe wirklich nichts in Ruhe gemacht und dachte ständig ich bin zu langsam. Ich kann zwar sonst nicht von mir behaupten wenig Selbstbewusstsein zu haben,  aber auf Arbeit denke ich immer ich muss so schnell wie möglich fertig werden, damit die Schwestern und Pfleger mit mir zufrieden sind, damit ich denen auch wirklich eine Hilfe bin, damit ich nicht die lahme Schülerin bin, damit ich eine gute Beurteilung bekomme…  Ich mache mir einfach selbst noch mehr Stress als eh schon ist. Das muss unbedingt aufhören. Ich werde an mir arbeiten.

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Schwester: „Sie sind also daheim gestürzt und haben sich dabei den Arm gebrochen?“

Patientin: „Ja, genau. Ich war gerade beim Kuchen backen und wollte die Eier holen, aber da bin ich auf dem Weg zur Vorratskammer über die Teppichkante („Rentnerfalle“ wie ich sie gern nenne) gestolpert…

Schwester: „Waren sie denn bewusstlos?“

Patientin: „Ach quatsch! Da hatte ich doch gar keine Zeit für, ich musste doch Kuchen backen, habe doch bald Geburtstag…“

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Heute morgen hatte ich mal wieder eine Anleitung. Dass heißt eine Lehrerin aus meiner Schule UND zwei Schülerinnen aus dem 3. Lehrjahr kamen zu mir auf Station um mich eben anzuleiten, bzw. mir bei der Arbeit zuzuschauen, zu flüstern und ganz viele Sachen auf ihre Kritzelzettel zu schreiben. Meine Patientin, 67 Jahre alt, LWK-1-Refraktur bei Z.n. Kyphoplastie im letzten Jahr, circa 10 Nebendiagnosen und noch viel mehr Medikamente. Gestern Nachmittag verbrachte ich über eine Stunde damit die wichtigstens Dinge aus ihrer Krankenakte zu erfassen… aber egal. Ich hatte sie mir ja selbst ausgesucht, schließlich kann man mit ihr echt gut reden, und das is ja schließlich ein seeeeehr wichtiger Punkt in solchen Übungen, später auch Prüfungen.

Die Patientenvorstellung klappte einwandfrei, hab nichts vergessen und konnte dann mit den drei Beobachtern im Schlepptau losziehen. Man war ich wiedermal aufgeregt, obwohl mir nach solchen Anleitungen immer versichert wird, dass ich eine totale Ruhe ausstrahlen würde… Das ist ja an und für sich gut, aber innen, da brodelts ganz gewaltig, das Adrenalin schießt nur so durch meine Körper… bis ich dann endlich anfange am Patienten zu arbeiten. Vitalzeichenkontrolle, was trinken lassen usw. dann werde ich allmählich ruhiger. Es lief wirklich alles super, bis der Patientin schließlich am Waschbecken schwindelig wurde und ich sie möglichst schnell ins Bett packen musste, Beine hoch, RR-Kontrolle. Obwohl – wirklich schlimm war das nicht. Noch nicht. Denn nach erfolgreich gemeisterter Anleitung führte ich die gleiche Patientin mittags noch einmal zur Toilette, guckte nach 5 Minuten wieder rein und da meinte sie „Schwester, jetzt schwitz ich aber, mir ist so schwindlig…“ Scheiße, Notruf geklingelt, Patientin festgehalten, damit sie nicht vom Klo rutscht. Es ist ja nicht so, dass bei Notrufklingeln mal jemand kommen würde. Also konnte ich nur hoffen, dass sie sich noch einigermaßen halten kann und rannte fix auf den Flur  um nach Hilfe zu rufen. Glücklicherweise war da grad eine Schwester und zufällig auch eine Anästhesistin, die im Sauseschritt zu mir eilten. Da war die Omi schon ganz weggetreten. Angepackt, ins Bett, Beine hoch – und schon war sie wieder da. Und mein Adrenalinspiegel auch. Die Gute hat dann gleich mal ne schöne E153 bekommen und 10 Minuten später gings auch schon wieder besser. Das Beste zum Schluss: der Arzt zu dem Vorfall „Na da müssen wir sie nochmal röntgen lassen wenn sie gestürzt ist.“ Ich: „Sie ist nicht gestürzt. Sie ist auf der Toilette kollabiert, aber ich hab sie festgehalten.“ Arzt schreibt auf den Röntgenschein „Sturz“ … So viel zur Zusammenarbeit zwischen Schwestern und Ärzten.

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Anonymus

Ich habe mich heute dazu entschieden einen neuen Blog einzurichten. Und zwar anonym. Denn ich werde hier über den kuriosen, spannenden, nervraubenden und oft auch lustigen Alltag in der Klinik, in der ich arbeite berichten. Dass ich Namen von Patienten und Ärzten, Schwestern etc. nicht nenne versteht sich ja von selbst, aber auch ich möchte unerkannt bleiben, denn man weiß ja nie wer sich hier so alles rumtreiben könnte und Dinge, die ich schreibe in den „falschen“ Hals bekommen könnte. Erfreut euch einfach an dem, was ich schreiben werde. Viel Spaß!

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