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Archive for Juni 2009

Fixateur externe

Ich liebe ja Fixateure. So einfach, aber doch so genial. Pins reinbohren, Stangen dran und fürs erste ist die Fraktur versorgt… irgendwann werd ich mir das mal live angucken, wenn sich die Gelegenheit bietet. Heute durfte ich dann auch zum ersten Mal so ganz alleine die „Fixateurpflege“ durchführen. Hat ganz schön gedauert, war nämlich nen richtig großes Teil. Vom Sprungelenk bis zum oberen Drittel des Femurs alles schön verfixateurt. Hab bestimmt fast ne Stunde gebraucht bis es fix und fertig war. War ja auch noch ganz frisch (von gestern Nacht) und hatte geblutet wie verrrückt. Und vor allem das Verbinden am Schluss durch das Gestänge… ganz schöne Fleißarbeit. Und ins Schwitzen kam ich dabei auch ganz schön, bei 30°C im Patientenzimmer. Wieder was gelernt…

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Ich habs geschafft. Der erste Tag auf der Traumatologie ist mal wieder wie im Flug vergangen. Und ich habe auch wieder dies und das dazugelernt, bei viiiiielen Verbänden assistiert und mich am Frühstück, Ausstand eines Arztes, richtig satt gegessen. Im Grunde genommen war also alles in Butter… bis auf die letzte Bettenrunde kurz vor Dienstschluss. Da lag also eine gestern Nacht aufgenommene Patientin weinend im Bett. Zur Info: Sie hat so ziemlich alle Diagnosen, die man nur haben kann (übertreiben macht anschaulich), nimmt jeden Tag 25 (!kein Scherz!) Medikamente zu sich, UND 200 Einheiten Insulin! Nein, das ist kein Tippfehler. Sie hat stark ausgeprägte Neuropathien, eine Retinopathie und Nephropathie, COPD, art. Hypertonie, unzählige Allergien… dazu Adipositas. Wohlbemerkt erst seit sie mit Cortison therapiert wird und die Insulinpumpe hat.

Das Problem: Die Blutentnahme gestaltete sich recht schwierig, musste jedoch sein, da sie Marcumar nimmt und operiert werden soll… Gerinnung und bla. Ist ja auch egal. Jedenfalls bekamen zwei Schwestern kein Blut, sodass der Arzt ran musste. Und der, ganz Gentleman, erklärte der guten Frau (die wirklich sehr unkompliziert und umgänglich ist), dass sie selbst dran schuld sei, dass sie so krank ist. Sie sei einfach zu fett. Und deshalb könnte man ihre Venen auch gar nicht mehr finden unter dem vielen Fett und müsse sie zigmal stechen bis was kommt… verständlich, dass sie sich das zu Herzen genommen hat. Sie wusste übrigens nicht einmal wie er hieß, denn Vorstellen kennt er nicht.

Psychologie im Studium? Irgendwann mal was von gehört? Krankheitsbewältigung? Soziale Kompetenz? Anstand? Menschenwürde? Wohl alles Begriffe, die unserem Experten fremd sind.

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Die Geburstagsfeier bei meiner Freundin gestern ging ja ganz lustig los. Ich freute mich ja auch sie zu sehen und lernte ihre Freunde kennen, die sie schon seit der Schulzeit bzw. vom Handball kennt. Doch irgendetwas war komisch. Die Stimmung am Tisch war irgendwie zweigeteilt. Die einen redeten ständig vom Studium (Medizin) und die anderen (zwei Freundinnen aus meiner Klasse und ich) über die Arbeit 😉 (Ist es nicht schlimm?) Nun ja. Alles gut und schön, nur wurden die abfälligen Bemerkungen über unseren Job immer häufiger und sowieso verständen sie es nicht wie man mit Abitur „nur“ eine Ausbildung machen kann. Die Stimmung fiel ins Bodenlose… keiner wollte mit Activity spielen (immer wieder ein Knaller wie ich finde), denn „sowas machen wir nicht mehr.“ Tut mir echt leid für sie, aber wenn sie meinen. Und dann dieses ständige angerede mit „Frau Doktor…“ Hallo? Die sind im 1. bzw. 2. Semester! Da krieg ich doch echt nen Hals. Wie man so abgehoben sein kann.

Mein Fazit für den Abend: Solche Freunde kann man sich schenken. Und es tat mir echt leid, dass diese Geburtstagsfeier so aus dem Ruder geraten ist. Für meine Freundin. Die Kleine. 🙂

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Alle Jahre wieder…

Feiern Oma und Opa Ende Juni ihre Geburtstage, denn der liebe Opa hat am 24.6. und die Oma heute – am 27.6. Mein Schwiegerpapa in spe hat heute übrigens auch Geburtstag und heute Abend geht’s noch zum Reinfeiern zu einer Freundin aus meiner Klasse. Die wird morgen 20 😉 – endlich groß. (Trotz ihrer 1,51m.) Nun ja. Im Klartext bedeutet das, wie jedes Jahr, ein super leckeres Essen beim Griechen unseres Vertrauens (ich liiiiibe es), nachmittags Erdbeertorte und zum Abendbrot Opas Gulasch, das beste der Welt übrigens. Ich könnte mich reinlegen…

Wenn ich dann also endlich gesättigt bin, und das bin ich eigentlich immer schon nach dem Salat, den es beim Griechen obligatorisch als Vorspeise gibt, mache ich mich auf den Weg zur Reinfeierfeier… (was allerdings auch bedeutet, dass ich es mit dem Ouzo nicht übertreiben darf) und da: gibt es um Mitternacht noch Himbeer-Johannisbeer-Torte. So wurde es uns zumindest angekündigt. Meine Güte wird das ein großes Fressen. Aber ich bin ja kein Kostverächter, also freu ich mich drauf 😉

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Geschafft!

Nun ist es also soweit. Das Zeugnis fürs erste Lehrjahr hab ich in der Tasche. Einfach so. Ein tolles Gefühl irgendwie. Und ein komisches. Jetzt „nur noch“ zwei Monate arbeiten und schon bin ich im Mittelkurs. Wahnsinn. Dann lernen wir auch endlich die „spannenden“ Sachen, wie Blutentnahme, Flexülen legen, Infusionen, Wundmanagement… Und vor allem sind wir dann nicht mehr die letzten Deppen Kleinen. Die, die immer gefragt werden „Welches Lehrjahr sind Sie? Erstes? Na dann dürfen Sie das noch nicht.“ Andererseits geht dann aber auch bald die Vorbereitung für die Zwischenprüfungen los… das „Probeexamen“ sozusagen. Das wird bestimmt nicht leicht, aber ich werds schon hinkriegen. Ist ja noch ein bisschen Zeit zu üben bis dahin…

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Weiber

Da morgen der letzte Schultag ist und wir (meine Klasse) uns dann in der Konstellation erst Mitte September wiedersehen, zumindest einige von uns, haben wir beschlossen heute Abend nochmal eine schöne Gruppenaktion zu planen. Schön und gut. Der erste Plan – Grillen – fiel dank frühlingshaften Temperaturen und ekligem Nieselregen  ins Wasser. Blöder deutscher Sommer. Der zweite Plan – gab es nicht. Also ging, wie immer, während des Unterrichts einer der berühmten Zettel rum, auf dem sich jeder verewigen und seine glorreiche Idee niederschreiben konnte. Raus kam dabei nicht viel. Letzlich ging der Zickenterror (zur Information: 19 Mädels, 4 Jungs) in der letzten Pause los und setzte sich auch nach Schulschluss vor dem Gebäude fort. Die klassische Grüppchenbildung dominierte wieder einmal, die einen wollten trotz Regen grillen, die anderen in einen Club, und manche einfach was Essen gehen und leckere Cocktails trinken… letztendlich entschieden wir uns für einen Kompromiss. Bowling. Nicht gerade die Sahneschnitte der Abendaktivitäten, meiner Meinung nach jedenfalls, aber immerhin waren damit die meisten einverstanden. (Ganze 14 von 23 Leuten…) So werden wir also eine ruhige Kugel schieben und gemütlich was trinken. Ohne leckeres Essen, aber dafür zusammen.

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Es wird höchste Zeit. Die Zotteln müssen ab. Ich kann’s nicht mehr sehn. UND ich habe gute Gründe dafür 😉

5. Weil die Kopfmassage beim Waschen immer so gut tut…

4. Weil vielleicht bald der Sommer kommt und man unter langen Haaren einfach zu sehr schwitzt…

3. Weil all meine Freundinnen sagen werden „Mensch, du siehst aber chic aus!“

2. Weil ich meine Haare niemals selbst so geföhnt bekomme wie die Friseurin…

1. Weil es ein tolles Gefühl ist, frisch gestylt aus dem Salon zu stolzieren und die neidischen Blicke der Frauen an mir abprallen zu lassen (und hoffentlich in keinen Regenguss zu geraten) …

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