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Archive for August 2009

Heute ist es also soweit. Der letzte Tag des 1. Lehrjahres. Ab morgen darf  ich mich Mittelkurslerin nennen, ab morgen kommen die Neuen und werden wissebegierig die ersten Informationen (und das sind am ersten Tag ganz schön viele) aufsaugen, um dann den ersten Schulturnus lang mit mehr oder weniger langweiligen Themen wie Hygiene oder Krankenbeobachtung gequält zu werden. Und andererseits haben die Oberkursler heute ihre Examenszeugnisse bekommen und bedankten sich bei uns freudestrahlend über die Gestaltung des Programms. Unsere Lehrer und Praxisanleiter waren auch ganz begeistert, sogar der leitende Chefarzt, der Geschäftsführer, und die PDL fandens toll, also was will man mehr? Aber schließlich hatten wir auch einige Zeit dafür investiert.

Auch wichtig war, dass ich endlich mal wieder mit meiner Praxisanleiterin reden konnte und gleich mit erfahren habe, dass ich meinen nächsten Einsatz auf der Throaxchirurgie habe, bis zur Zwischenprüfung Anfang nächsten Jahres…( Oh je, Prüfung, ich will noch gar nicht dran denken.) So 8-10 Wochen wird der Einsatz wohl dauern, je nachdem wann ich dran bin mit der praktischen Prüfung eben. Also ein richtig großer Chirurgieeinsatz, worüber ich natürlich total glücklich bin 😀 Es ist zwar nicht die Traumatologie, aber passt schon 😉 Nochmal fein prä- und postoperative Pflege üben und vor allem Verbände machen, denn das wird dann wohl mein letzter chirurgischer Einsatz werden denk ich. Von den Stunden her ist Chirurgie dann sicher voll. Aaaaaber ich habe bei ihr auch gleich mal meinen Wunsch angemeldet im dritten Lehrjahr einen Einsatz auf unserer großen ITS zu haben, und dort ist schließlich auch viel Chirurgisches zu sehen. Das ist bis jetzt auch mein einziger Wunscheinsatz, ich weiß noch nicht so ganz wo ich noch unbedingt hin will, die Auswahl ist so groß bei uns… vielleicht ins Brandverletztenzentrum oder auf die Infektion, Notaufnahme oder OP? Ich hab noch keine Ahnung. Aber ITS ist mir auf jeden Fall wichtig. Das wird bestimmt spannend. 🙂

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Wie schon mehrfach erwähnt, muss ich derzeit in einen Stadtteil, von dem ich bis jetzt nicht besonders viel Notiz genommen hatte. Einfach weil dort weder einer meiner Freunde wohnt, noch mein Arbeitsplatz war oder irgendeine Großveranstaltung mich dorthin gezogen hätte… Die betrunkenen Studenten (?) oder was auch immer, die alle 10 Meter in Grüppchen den Gehweg blockieren um sich gemeinschaftlich dem Bierkasten in ihrer Mitte zu widmen sind ja eine Sache. Die stören mich nicht weiter, labern mich nicht doof an und schienen bisher immer ganz friedlich zu sein. Was mir heute morgen passiert ist, das ist jedoch eine andere Sache. Wie oft habt ihr schon euerm PC/Notebook/was auch immer damit gedroht ihn aus dem Fenster zu schmeißen, wenn er nicht endlich aufhört unentwegt Fehlermeldungen auszuspucken oder sich im Minutentakt aufzuhängen? Also ich muss ehrlich sagen, dass kommt bei mir schon ab und zu mal vor… aber wirklich in die Tat umzusetzen, das schaffen wahrscheinlich die wenigsten.

Schwester Trauma heute morgen auf dem Weg zur Arbeit: …KRACH! machte es gut 5 Meter vor mir auf dem Bürgersteig und ein uralter PC-Bildschirm landete mit dem Gesicht nach unten (Murphy’s Law was?) auf dem Asphalt… Natürlich war ich sofort hellwach, verfluchte mich dafür die Camera aus meiner Handtasche gepackt zu haben, und wechselte instinktiv die Straßenseite… man weiß ja nie was da noch alles kommt. Als ich mittags heim fuhr lag der Bildschirm immernoch da. Und wenn er morgen auch noch dort liegt, dann mach ich euch ein Bild.

Hätte er mich getroffen, wäre die Unfallkasse bestimmt amüsiert gewesen von so einem Wegeunfall… ich bin jedoch froh, dass mein Schutzengel mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Natürlich lag er noch da…

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Ja, auch ich will nun endlich einmal die schönsten (vielleicht auch skurilsten) Suchbegriffe offenbaren, die auf meinen Blog geführt haben…

5. „anscheissen lassen“ : Ja, da muss ich gleich wieder an den „lieben“ OA von der Trauma denken…

4. „psychologie studieren selbst krank“ : Weiß nicht ob das so ne gute Idee ist…

3. „Kittel Gummischwester“ : Vielleicht war der Gedanke gar nicht so pervers wie ich vermute…

2. „Oma schönen hören“ : Ich hoffe das sollte nicht stöhnen heißen…

1. „Oropax Banane“ : Gibts die jetzt schon mit Bananengeschmack? Oder Geruch? Lieber Internetuser: Kläre mich bitte auf.

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Ich habe Rücken

Ich habe heute Gott sei Dank frei, und Rücken. Schuld daran sind wohl die vielen nicht höhenverstellbaren Betten unserer Bewohner. Was verständlich ist, denn die Dinger sind ja schließlich schweineteuer. Und selbst die, die solche High-Tech-Betten haben, bereiten mir Rücken… denn allein waschen (zweimal täglich wohlbemerkt) und lagern, wenn der Patient so gar nicht mitmachen kann, ist teilweise gar nicht so einfach. Wenn die kleine Omi H. sich nicht mit ihren Beinen abschieben kann und nebenbei immer versucht mir die Brille von der Nase zu haun… „Du alte Ziege! Leck mich doch!“ mault sie immer, die kleine. Aber sie ist irgendwie trotzdem niedlich. Vor einem Jahr sei sie noch mit ihrem Rollator rumgelaufen wie die anderen, aber nun… Pflegestufe 3 (wobei ich mich ehrlich frage, ob sie damit nicht eher in ein Pflegheim gehört…), Kontrakturen in Armen und Beinen (Physiotherapie? Hallo, wer da?), Harn- und Stuhlinkontinenz, Parkinson, Demenz… die ganze Palette eben. Es ist wirklich traurig, wenn ich mir die Bilder an der Wand anschaue, auf denen sie noch mit Gehstock neben ihren vielen Enkeln posiert und gut 20 Kilo mehr gewogen haben muss. Aber was soll ich tun?

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Gestern trat ich also meinen ersten Spätdienst im betreuten Wohnen an. Und ich muss sagen, es war insgesamt ganz lustig, ich konnte ausgiebig  mit der Schwester quatschen und  hatte sogar relativ viel Zeit für die Patienten Bewohner, was ein kleines „Mensch ärgere dich nicht“ – Spielchen am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen erlaubte. Herr Alzheimer lässt die gute Frau F. zwar nach jedem Würfeln vergessen welche Farbe ihre ist, aber das macht ja nichts. Wofür gibts denn mich? „Nein nein Frau F., die gelben sind Ihre…  Ja, genau die.“ Mit viel Geduld wurde es also ganz lustig und ich musste mich schlließlich gegen die drei Omas geschlagen geben. Doch das war mir letztendlich egal. Ich war froh ihnen eine Freude gemacht zu haben. Denn Spielchen am Nachmittag gibt es nur wenn Schüler da sind. Heute werde ich wohl mal mit denen, die noch einigermaßen fit sind eine Runde spazieren gehn. Gestern war es dafür einfach zu warm. Da werden die Rollatoren geschnappt und ab gehts. Hauptsache ich verlauf mich nicht… ist schließlich überhaupt nicht mein Stadteil. Und da laufen abends ganz schön komische Gestalten rum, aber das ist eine andere Sache…

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Der erste Tag im Betreuten Wohnen liegt also hinter mir. Die Straßenbahn brachte mich zuverlässig an die nächstgelegene Haltestelle und mein super Orientierungssinn schließlich auch zur doch recht versteckt gelegenen Eingangstür meines derzeitigen Arbeitsplatzes. Das Gespräch mit dem Chef lief ganz gut, ich konnte alle meine Fragen loswerden und er erklärte mir relativ ausführlich wie es bei ihm eben so läuft. Wie viele Bewohner es gibt, was die Schwerpunkte in der Pflege sind und bla… Soweit so gut. Ich war jedenfalls froh, dann in den ersten Arbeitstag entlassen zu werden und endlich nicht mehr sein aufdringliches After-Shave riechen zu müssen, welches das ganze Büro zunebelte. (Dazu auch noch Goldkettchen – geht gar nicht!) Und noch froher war ich darüber, dass eine meiner Freundinnen auch gerade dort eingesetzt ist. Nur werden wir leider keine Dienste mehr zusammen haben. Die Frühdienstschwester war auch echt nett und meinte ich müsse am ersten Tag nix alleine machen, was sich auch tatsächlich so bewahrheitete. Die Bewohner waren bis auf wenige Ausnahmen auch sehr umgänglich und freuten sich über ein neues Gesicht… das klingt nun zwar alles ganz positiv, aber irgendwie fühlte ich mich doch nicht so richtig wohl. Die Omas und Opas in ihren eigenen Wohnungen zu versorgen, wo eben nur die Mittel zur Verfügung stehen, die die Rentner sich leisten können und die die Angehörigen ihnen bringen, wo nicht in jedem Zimmer ein Desinfektionsspender an der Wand hängt, wo kein Wäschewagen vor der Tür steht, sondern die Wäsche in den Keller gebracht wird ins Waschhaus, dann von uns aufgehangen und zusammengelegt wird… das bin ich nicht gewohnt und das fühlt sich irgendwie nicht so gut an. In der Klinik fühl ich mich wesentlich wohler, auf einer Station, mit Klingeln und Notfallkoffer, immer meistens einem Arzt in der Nähe… und Reinigungspersonal (das gibts dort nämlich auch nicht, wozu sind denn die Schwestern da?) Aber vielleicht muss ich mich auch einfach erst einmal richtig einleben. Die Schwestern und Bewohner kennenlernen. Ich hoffe das gelingt mir… wir werden sehn.

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Es ist wieder soweit

Der Urlaub ist leider schon vorbei (muss nächstes Jahr im Sommer unbedingt drei Wochen nehmen…) und morgen früh wird der Wecker mich wieder erbarmungslos aus meinen Träumen reißen, damit ich quer durch die Stadt fahren und alten Menschen helfen kann. Die nächsten vier Wochen werde ich nicht in „meinem“ Krankenhaus arbeiten, sondern in einer Tagespflegestätte inklusive Betreutem Wohnen. Ambulant, sozusagen. Ich bin ja mal gespannt was mich dort so erwartet. Und ob ich es überhaupt auf  Anhieb finde. Der Stadtplan liegt jedenfalls schon bereit und den Straßenbahnfahrplan kenn ich auch einigermaßen… muss ganze dreimal umsteigen. Das wird nen Spaß…

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