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Archive for September 2009

Herzklopfen im Krankenbett

Und wieder was gelernt. Heute: i.m.-Injektion. Nach einer seeeehr langweilig gestalteten 90-minütigen Präsentation über das Know-How zu Injektionen, rechtliche Grundlagen, Hygiene und bla…, ging es mal wieder ab ins Praxiskabinett. Dort wurde nun erst einmal fleißig geübt die richtige Injektionsstelle zu finden, was teilweise gar nicht so einfach war, und dann die armen Puppen von 21 Schülern mit 40er oder auch 60er Kanülen durchlöchert. Der Selbstversuch am Mitschüler war heute freiwillig. Und da meine Freundin und ich ja nicht so zimperlich sind, ging’s ran an den Speck. Ich war beim Spritzen aufgeregter als als Patient, denn die vorher gelernten Komplikationen schwirrten mir nur noch allzu deutlich durch den Kopf. Aber gut, es hat super geklappt und tat mir selbst auch kaum weh. Hatte es mir viel schlimmer vorgestellt. In der Praxis werde ich wohl sehr selten dazu kommen, mal i.m. zu spritzen, aber wenigstens kann und darf ich es jetzt. 😀

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Heute war es also mal wieder soweit. Fachpraktischer Unterricht, wie es so schön heißt. In Grüppchen fanden wir uns in den Praxiskabinetten ein und waren ganz gespannt, weil endlich der Moment gekommen war. Blutentnahme. Lange hatten wir darauf gewartet (der eine oder andere hatte sich ja auch schonmal auf Station versucht 😉 ), aber wenn man es dann in der Schule lernt, also dann auch offiziell darf, ist es schon was anderes. Tablett richten, Patienten informieren usw. alles wie im echten Leben. Und da ich ganz gute Venen habe, mit denen es bei Blutentnahmen noch nie Probleme gab, stellte ich mich als erstes Opfer zur Verfügung. Meine Freundin durfte sich also an beiden Armen ausprobieren, bekam jedoch kein Blut. Ich aber mittlerweile zwei schöne Hämatome. Sie hatte bei beiden Malen einen Butterfly benutzt, und ich muss sagen die Dinger taten echt weh, so klein wie sie sind. Und ich finde die starren Kanülen auch leichter zu Handhaben irgendwie. Ist wahrscheinlich eine Gewohnheitsfrage. Mit bepflasterten Armen durfte ich dann also Schwester spielen. Meine „Patientin“ schien auf den ersten Blick überhaupt keine Venen zu haben, nach dem Stauen und ein bisschen Rumgetaste fand ich aber doch eine ganz annehmbare. UND: ich nahm eine starre Kanüle. Das ging wunderbar. Flutsch rein, Serumröhrchen und BSG abgenommen (wir konnten danach alle gleich noch unsere BSG testen) und fertig. Soweit so gut, ich wollte aber doch auch einmal so nen Butterfly ausprobieren. Und es klappte nicht. Alles Rumgestocher half nichts, und ich wollte sie ja auch nicht quälen. Wusste ja nun schließlich selbst wie das weh tut…

 

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Nahtloser Übergang

Als meine Klassenkameraden heute morgen so langsam vor der Schule eintrudelten, die Raucher die letzten Züge am Glimmstängel taten, manch eine noch Probleme beim Einparken im engen Parkhaus hatte und meine beste Klassenfreundin und ich nichts Böses ahnten… kam eine unserer „Lieblingslehrerinnen“ im sportlichen Radl-Outfit auf uns zu gehechtet und kam ohne Umschweife (und ohne „Guten Morgen“) zur Sache: „Wer ist denn bei Ihnen der Technikbeauftragte? Wir brauchen unbedingt einen Laptop und nen Beamer. Wir haben jetzt 4 Stunden zusammen…“ Ach du dickes Ei. Das ging ja schonmal gut los. Nix mit bisschen Praxisreflexion zum Einstieg ins neue Schuljahr, keiner wollte wissen wie es uns denn in den letzten Monaten ergangen ist. „Das können sie später mit Frau P. besprechen…“ Na fein. Also eine nicht enden wollende Präsentation verfolgt, mehr oder weniger erfolgreich zahlreiche Arbeitsblätter zum Thema vervollständigt und gehofft, dass bald die nächste Pause kommen möge. Und die kam. Danach gab’s dann auch tatsächlich noch eine Klassenleiterstunde, mit einem Haufen organisatorischem Kram, den keiner versteht. Mal wieder zeigte sich, dass bei uns Schule und Praxis nicht wirklich effektiv zusammen arbeiten. Was die Lehrerin sagt, muss noch lange nicht dass sein, was die Praxisanleiterin von mir will. Ein heiloses Durcheinander brach aus und ich war froh um 15 Uhr endlich rauszukommen. Morgen wieder. Hoffentlich wird es ein bisschen entspannter. (Meinen Automaten-Kaffee hab ich mir übrigens nicht nehmen lassen 😉 )

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Es wird Zeit…

… den Rucksack zu packen. Denn morgen geht’s, seit nun fast einem Vierteljahr, endlich mal wieder in die Schule. Erst um 6 Uhr aufstehen, in der (vollen) Straßenbahn die ersten Mitschüler treffen, plaudern, lästern und gemeinsam durchs Klinikgelände zur Schule schlendern… wohlwissend, dass der Frühdienst schon längst fleißig bei der Arbeit ist. Dann erstmal einen Automatenkaffee für 40 Cent erwerben und der Dinge harren, die da kommen mögen. Ja, so wird’s wohl werden. Einen Stundenplan hab ich zwar nicht, denn das Intranet funktioniert nicht, aber was soll schon passieren. Die Pflegeplanung und die Hausarbeit pack ich ein. Das waren schließlich die Hausaufgaben über den Sommer.

Ja, ein bisschen freue ich mich auf die Schule. Das ist ja auch nicht verboten. Schimpfen kann ich darüber später noch genug… schließlich nahen die Zwischenprüfungen 😉

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Ich bin glücklich

Heute Nachmittag um halb drei fiel der Hammer, bzw. mir die Arbeitssachen vom Körper… und direkt in die Tüte. Alles eingepackt, Klamotten, Schuhe, sämtliche überlebenswichtige Utensilien aus meinem Kasack (Schere, Klemme, Kulis, Pflaster, Spatel, Lampe, Pulsuhr, Mandrins (in den letzten Wochen eh nicht gebraucht), Zettel über Zettel und natürlich der Schlüssel zum Schwesternzimmer). Endlich war der Moment gekommen, ich konnte dem Betreuten Wohnen den Rücken kehren, mit einer 1 im Gepäck und einem leisen „Aufnimmerwiedersehn“ auf den Lippen. Ich stieg in mein kleines Auto, fuhr in den nächstbesten Discounter, kaufte Schokolade und eine Pizza… und war glücklich. Und das bin ich immernoch. Vielleicht liegt es an einem mittelschweren Schokoladen-Glücklichmach-Schock, oder aber auch einfach an der Tatsache, dass ich dort nicht mehr hin muss. Nie wieder. Oder auch daran, dass ich mich darauf freue morgen endlich mal wieder meine Mitschüler zu treffen und über Gott und die Welt (und natürlich das Schüler-Mobbing auf diversen Stationen) quatschen zu können.

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Dem lieben Gott sei Dank war heute mein letzter Dienst mit Schwester-ich-weiß-alles. Es ging schon kurz vor 6 los… ich weiß gar nicht mehr so richtig wie es dazu kam, aber wiedermal verstrickten wir zwei uns in eine Diskussion nach der anderen. Erst über Mindestlöhne, dann das AiP, von dem sie nicht wusste, dass das schon längst abgeschafft ist und dann über Blutentnahmen, die ihrer Meinung nach in Kliniken ja nur noch von Ärzten gemacht werden und die Schwestern das gar nicht mehr können. Als ich dann meinte es gäbe so einige Stationen auf denen NUR die Schwestern Blut abnehmen war ihre Antwort nur noch „Du weißt aber auch alles besser, oder? Ständig hast du was auszusetzen. Du denkst doch wir sind alle blöde hier und haben keine Ahnung (was ich gewissen Maße ja auch stimmt).“ … Und überhaupt, was mir einfallen würde mich als Schülerin so aufzuspielen, ich hätte noch viel zu lernen und müsse mich anpassen, sonst käme ich eh nicht weit. Bla bla… Offensichtlich fühlte sie sich von mir angegriffen, die ganze Zeit schon, aber das interessierte mich nicht die Bohne. Ich lasse mich nicht mehr unterbuttern, schon gar nicht von einer Schwester, die sich auch noch Praxisanleiterin schimpft, obwohl sie nie einen solchen Weiterbildungskurs besucht hat UND … und jetzt haltet euch fest: Kurz vor dem Mittagessen mit mir darüber stritt, ob der Beruf Krankenschwester seit 2004 Gesundheits- und Krankenpflegerin heißt. Davon hätte sie ja noch nie was gehört und überhaupt sei die letzte Reform des Krankenpflegegesetzes bestimmt zehn Jahre her. „Das steht doch auch auf euren Beurteilungen drauf, dass ihr Krankenschwester werdet. Das heißt immernoch so.“ NEIN, da steht Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Toll, dass so jemand Beurteilungen schreiben darf. In dem Moment war mein Adrenalinspiegel so hoch, dass ich hätte Bäume ausreißen können, aber ich hörte auf. Ich hatte einfach keine Lust mehr mich noch einmal mit ihr zu streiten. Es nützt ja eh nichts.

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Ihr werdet es vielleicht schon ahnen… ich hatte heute mal wieder mit meiner „Lieblingsschwester“ Dienst. Und ich habe es heute Mittag endgültig aufgegeben ihr meine Meinung zu bestimmten Pflegetätigkeiten zu sagen. Es hat bei ihr ja eh keinen Zweck. Augen zu und durch also, habe nur noch  morgen einmal mit ihr Dienst. Und dann nie wieder. Das schwör ich.

Die Situation war folgende: Ich hatte gerade einen unserer bettlägrigen Bewohner gewaschen und machte mich auf den Weg ins Schwesternzimmer um meiner „Kollegin“ mitzuteilen, dass der Mann eine doch recht rote Stelle am Sacrum… mit anderen Worten einen schönen Dekubitus Grad 1 hat und doch mal ein Bewegungsplan oder so etwas angebracht wäre, wo ich denn noch ein Lagerungskissen für ihn auftreiben könnte… „Eine rote Stelle? Ja, die hab ich auch schon gesehn. Die ist von der Spinalanästhesie. (Ist sie nicht! Scheiße, was hat diese Frau bloß ihre ganze Ausbidlung lang gemacht?) Da machen wir mal ein Pflaster drauf.“ Ich: „Wie, Pflaster? So Allevyn oder Urgocell? Oder was?“ „Nein… dafür brauchen wir doch eine Anordnung, und die haben wir nicht. Außerdem heilt das unter diesen Dingern nicht. Da machst du nen ganz normales Pflaster drauf. Und Lagern brauchst du gar nicht zu probieren, das tut dem so weh, das nützt eh nix.“ Ich bin also abgetrabt und habe KEIN  Pflaster draufgemacht, habe den Mann so gut es eben ging mit Coachkisssen in 30°-Lage gebracht und er hat sich nicht über Schmerzen beklagt…

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