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Archive for Oktober 2009

Glücklicher Zufall

Gestern Vormittag bot sich mir die günstige Gelegenheit mal bei der einen oder anderen Bronchoskopie zuzuschaun. Der Stress auf Station hielt sich nämlich in Grenzen und meine Praxisanleiterin (PA) ist sehr darum bemüht, dass ich auch mal was Spannendes zu sehn bekomme. Also ging ich mit der Schwester M. in den Keller und bereitete den ersten Patienten vor. Der OA ließ zwar noch auf sich warten, weil er erst noch mal „in die Stulle beißen“ wollte, aber wir vertrieben uns schon die Zeit und ich hatte Gelegenheit mir dort mal alles genau anzuschaun und die liebe Schwester mit Fragen zu löchern. Schließlich kamen ganze 8 Weißkittel in den Untersuchungsraum spaziert. Zwei OÄ und 6 Studenten, die halt auch „mal gucken“ wollten. Ich glaube der Patient fühlte sich dabei nicht so toll, aber was solls. Der Vorteil daran war, dass der OA alles schön detailiert erklärte, damit die Studenten (und ich) auch was lernen, nech. Am Schluss bat der zweite OA den Patienten noch, den Medis mal seine Narbe (hatte vor einem Jahr eine Lobektomie) zu zeigen, was ich ein bisschen doof fand, weil es sowas von Fleischbeschau hatte. Die werden schließlich noch genug Narben sehen in ihrem Medizinerleben. Aber gut. Im Endeffekt war es dem Opa wahrscheinlich egal, denn die Untersuchung hatte keinen neuen auffälligen Befund ergeben und er war sichtlich erleichtert darüber.

Zurück auf Station kümmerte ich mich dann wieder um „meine Wach-Patienten“ (5), bei denen ich mittlerweile schon ganz schön viel allein machen darf, was echt toll ist, denn so merke ich immer mehr wie viel ich eigentlich schon kann. Dass meine PA am Ende des Dienstes meinte „Mensch, du kannst ja bald die Wache allein machen.“, war natürlich auch ein tolles Lob und ließ mich zufrieden in den Urlaub starten. Den ich übrigens mit Lernen für die Zwischenprüfungen verbringen werde…

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Diese Woche hab ich endlich mal wieder was völlig Neues gemacht. Blutgasanalysen ohne Ende. Denn die werden bei unseren Lungen-OPs an den ersten drei postoperativen Tagen routinemäßig gemacht. Am Anfang dachte ich noch das ist ganz einfach, es sah ja immer so aus wenn es auf anderen Stationen die Labortanten gemacht  haben, aber als ich dann selber ran durfte, merkte ich schnell, dass es schon ein wenig Geschick und vor allem Schnelligkeit braucht, damit das Blut nicht gerinnt und man alles nochmal von vorn machen kann. Zwischendurch habe ich auch mal ein Kapillar kaputtgemacht (ganz schön zerbrechlich die Dinger) und natürlich hat auch mal das BGA-Lesegerät (oder wie man das nennt) rumgesponnen.

Jedenfalls war es jedesmal wieder ein Erfolgserlebnis wenn das Gerät den Zettel mit den Werten ausspuckte und keine Fehlermeldung erschien. So macht das Spaß. Und morgen lasse ich mir das ganze noch von meiner PA benoten. Drückt mir die Daumen, dass nichts schief geht 😉

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So eine Aufregung

Unser Tbc-Patient wird morgen verlegt. In unsere Lungenklinik. Wir haben uns nun damit abgefunden, dass wir vor dem Befund Kontakt zu ihm hatten und harren der Dinge die da kommen… Post vom Gesundheitsamt, Termin in der Infektionsambulanz usw. Was soll man auch sonst tun? Ist nun eben so. Aaaaaber, der ehemalige Zimmergenosse des Betroffenen wurde entlassen, bevor der Befund kam, und am nächsten Tag wieder aufgenommen. Und: er wusste bis gestern Vormittag nichts vom Schicksal seines Bettnachbarn, suchte ihn im alten Zimmer. Er fragte mich also wo er denn sei und ich sagte nur knapp, dass er jetzt in einem anderen Zimmer liegt und verschwand schnell im Schwesternzimmer. „Weiß er DAS schon?“ Natürlich nicht. Aber glücklicherweise war einmal im richtigen Moment der OA da und durfte dem guten Mann gleich erklären, warum er seinen Ex-Zimmergenossen im Moment nicht besuchen kann. Danach ging die Aufregung erstmal richtig los…. denn Herr Z. telefonierte nun erstmal mit sämtlicher Verwandtschaft um auch bloß allen mitzuteilen, dass er mit einem Tbc-Patienten in einem Zimmer gelegen hatte. Das wiederum hatte zur Folge, dass sein neuer Zimmernachbar noch aufgeregter wurde und es ebenfalls mit der Angst zu tun bekam, sämtliche Symptome und Folgen der Erkrankung wissen wollte und einen Mundschutz verlangte. Es brauchte also drei Schwestern und einige Überedungskünste um die beiden wieder zu beruhigen. Am Ende sahen sie dann ein, dass es ja doch nichts bringt sich verrückt zu machen.

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Gute Wahl Frau S.

Also ich muss schon sagen, meine Praxisanleiterin hat eine gute Wahl damit getroffen, mich bis zur Zwischenprüfung auf dieser Station einzusetzen. Ich bin immernoch erstaunt, wie leicht es mir gefallen ist mich reinzufitzen und wie nett die Kollegen alle zu mir sind. Es ist ein relativ junges Team, daher klärt sich meist auch die Sie-oder-Du-Frage von selbst, was einiges leichter macht und irgendwie von Anfang ein ein anderes Verhältnis schafft. Die Stationsschwester ist auch echt toll. Ich bewundere wirklich, dass sie in dem ganzen Stress immer so gelassen und freundlich bleibt. Echt Hut ab.

Der Dienst heute war außerdem ziemlich entspannt, ohne OPs (eben ein Samstag), ohne Zwischenfälle und mit einem ausgedehnten Frühstück. So lässt sichs doch auch am Wochenende arbeiten. Wie unser Defi funktioniert weiß ich jetzt auch und so langsam habe ich den Überblick über den Medikamentenschrank. Mit anderen Worten: alles toll soweit. Und ich hoffe es geht so weiter.

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Der dritte Tag auf der Thoraxchirurgie ist nun auch überstanden. Und er war echt stressig. Viele OPs, eine Schwester kurzfristig krank geworden und keinen Ersatz gefunden, Patienten, die sich gegenseitig schlagen und zu guter Letzt noch ein Tbc-Fall (hoffentlich bleibe ich verschont, habe mehrmals am Tag seine Sputumbecher weggeräumt…) – na prima. Aaaaaber trotz allem war es zumindest für mich auch ein guter Tag. Ich durfte nämlich endlich mal wieder Klammern ziehen (zum ersten Mal an einer Thoraxnaht und nicht an Knie oder Hüfte 😉 ), habe meine allererste BGA abgenommen und hab beim Legen einer Thoraxdrainage zugeschaut und ein bisschen angereicht. Das war echt spannend und der Chef hat alles schön erklärt, während der arme Assi schwitzend versuchte die Drainage reinzudrücken ohne die Lunge kaputt zu machen. Am Schluss durfte ich sogar ganz allein alles verbinden und habe da zum ersten Mal so richtig gemerkt, dass ich jetzt eben im 2. Lehrjahr bin und man mir wirklich schon was zutraut. Das war nen tolles Gefühl. Und toll war auch, dass die Stationsschwester mich zu eben dieser Drainagenanlage schickte, obwohl noch massig anderes zu tun war (Essen abräumen, Bettenrunde und diverse Vitalwerte messen). Ich bin also guter Dinge dort wirklich was zu lernen und froh, dass ich insgesamt glaube ich 9 Wochen dort bin. Was seeehr lange ist für unsere Klinik. Am Ende des Dienstes fragte ich die Schwester, mit der ich in einem Bereich war, ob wir alles gemacht haben. Wir schauten uns an und waren uns einig: den Rest macht eben der Spätdienst. „Was wir nicht schaffen, schaffen wir eben nicht.“ Ganz einfach. Ich muss jetzt auch wirklich mal aufhören mir selbst immer solchen Stress zu machen und alles fertig haben zu wollen. So halte ich den Job nämlich bestimmt keine 40 Jahre mehr durch. Mehr als Arbeiten kann ich nicht. Das muss ich mir nur mal öfter bewusst machen.

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Guter Start

Nach einem durchzechten Wochenende und eine abendlichen Aufräumaktion, startete ich also heute morgen, zugegebenermaßen nicht sehr motiviert, in Richtung Klinik. Irgendwie hatte ich ein bisschen gebummelt und musste mich ganz schön sputen um rechtzeitig auf meiner neuen Station (zur Hälfte Thoraxchirurgie, andere Hälfte Allgemein- und Visceralchirurgie) zu sein… aber keine Panik, von der Frühdienstbelegschaft waren auch noch nicht alle da. Ich hasse es auf eine neue Station zu kommen. Man kommt sich total doof vor wenn man da so in der Tür steht und sich vorstellt und dann beim Kaffeetrinken nicht weiß, was man sagen soll. Ist jedes mal wieder eine blöde Situation irgendwie. Aber als es dann erst einmal losging mit dem Arbeiten wurde meine Stimmung deutlich besser. Ich habe eine total nette Mentorin, die mir erstmal die ganze Station gezeigt hat (nichts Selbstverständliches!) und sich freute, dass ich „schon“ im zweiten Lehrjahr bin. Die Patienten waren alle erstaunlich mobil, nur ein paar mussten wir beim Waschen helfen. Gut, mal abgesehn von den Wachzimmern… Das Team stellte sich als echt locker heraus und nahm mich insgesamt betrachtet sehr herzlich auf. Mit einer PJ-lerin hatte ich zwischendurch auch einen netten Plausch und am Schluss des Dienstes durfte ich mal wieder beim Thorax-Drainage-Ziehen assistieren. Und bei einem Drainagenwechsel anreichen (liebevoll „Umtopfen“ genannt). Der Assi war ganz nett und erklärte auch fein. Rundum bin ich also zufrieden mit meinem ersten Tag und hoffe es geht so weiter bis zur Zwischenprüfung. 😀

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Dieses Gefühl…

… wenn du denkst, dein Hirn wird immer weicher. Das hatte ich heute wieder. Ungefähr ab der 3. Stunde. Gruppendiskussionen im Stuhlkreis waren wiedermal ziemlich anstrengend und danach standen auch noch 4 Stunden Haftungsrecht an. Natürlich wahnsinnig spannend, wenn man ständig auf die schwarz-weiße, eben irgendwie juristische, Power Point Präsentation starrt und der Regen so schön einlullend gegen die Scheiben klopft. Private Gespräche über Wochenendplanung rundherum machen es nicht gerade leichter der ganzen Sache zu folgen und irgendwie bräuchte ich auch mal einen Kaffee. Aber auch diese Stunden gingen letztendlich vorbei und wir konnten bibbernd und nass von oben zur Straßenbahn trotten (die Gott sei Dank immer schön warm ist). Nun ja. Morgen nochmal Schule und abends wird schön mit den Mädels im Tanztempel gefeiert… und schwupps wird auch schon der nächste Frühdienst vor der Tür stehen.

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