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Archive for Dezember 2009

Es wäre ja auch zu schön um wahr zu sein, wenn wir wenigstens zwischen den Feiertagen mal entspannt arbeiten (und frühstücken) könnten. „Eigentlich“ hieß es ja, wir nehmen NUR (und ausnahmslos nur) thoraxchirurgische Patienten auf. Hieß es… und kam natürlich anders. Neben Pleuraergüssen und anderen Leckerlis rollten gestern Abend noch internistische Polytraumata am laufenden Band über den Flur. HNO und Thoraxch. stritten sich nun also auch noch wer denn wo hin soll und waren sich am Schluss einig, dass die Pflegedienstleitung schuld ist. Denn: die hatte festgelegt, dass einige Stationen über die Feiertage geschlossen werden sollten. INNERE STATIONEN! Allein die Idee ist doch schon frevelhaft. Rund um die Fresstage häufen sich doch nur so die Gallen und Corpostasen, hypertensive Krisen unterm Weihnachtsbaum und Herzinfarkte beim Anblick des einen oder anderen Geschenks oder beim Streit umd die Gänsekeule…

Und: zu allem Übel sind es nicht die friedlichen Patienten, die brav Pflege und Therapie über sich ergehen lassen, die nun bei uns „wohnen“, sondern die richtig anstrengenden, kreischenden und früh um 6 nackt samt Dauerkatheter (hinter sich her schleifend) über den Flur laufenden…

Ich bin gespannt was mich morgen früh erwartet. Aber jetzt brauch ich glaub ich erstmal was zu beißen. Davon gabs nämlich den Umständen entsprechend auf Schicht heute nicht sehr viel…

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Sektfrühstück die Dritte

Gestern ging es uns richtig gut auf Arbeit. Zwei wirklich nette HNO-Kolleginnen hatten Frühdienst und dazu noch eine Schülerin aus meiner Parallelklasse, mit der ich ewig nicht gequatscht hatte. Die Patienten klingelten nicht viel und alles lief ziemlich reibungslos ab. Und: wir konnten mal so richtig ausgiebig, sogar mit Ärzten (gestern wurde nicht operiert), frühstücken und zum dritten Mal diese Woche eine (oder waren es zwei) Flasche Sekt köpfen. Der Oberarzt hatte nämlich glücklicherweise dran gedacht, die noch mit nach oben zu „schmuggeln“. Fiel auch fast nicht auf unterm Kittel…

Nach dem einen oder anderen Gläschen wurde dann auch der Chef ganz gesprächig und erzählte lustige Stories aus seiner längst vergangenen Assistenzarztzeit. (Übrigens wäscht er sogar selbst sein Geschirr ab nach dem Frühstück – löblich löblich für einen Herr Chefarzt…) Die Stimmung war also einfach richtig gut und wir blieben über eine Stunde in gemütlicher Runde sitzen, bis das Mittagessen kam.

Als wir uns dann endlich auf den Heimweg machen wollten (allerdings schon eine halbe Stunde vor Dienstschluss), standen natürlich die Pflegedienstleitung und der Geschäftsführer vor der Tür um uns ein Frohes Fest zu wünschen. Wobei der Oberchef sogar allen die Hand gab (der wird morgen bestimmt krank sein bei der Keimbelastung). Noch schnell gewartet bis die ins nächste Haus verschwunden waren und dann gings ab Richtung Heimat. Und jetzt habe ich ganze vier Tage frei und kann die (kalorienreichen) Köstlichkeiten der Festtage genießen. Ich hoffe ihr auch.

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Wer rastet der rostet

… deshalb haben wir heute nach ausgiebigem Sektfrühstück einen langen und anstrengenden Umzug in ein anderes Stockwerk hinter uns gebracht. Warum? Weil unsere Station über die Feiertage sozusagen generalgereinigt wird. Am besten wäre wahrscheinlich kärchern (so wie die Bäder teilweise aussehen)… Also nahmen wir unsere doch mittlerweile recht überschaubaren Patienten (15) unter den Arm und durften uns mit einer Hälfte der HNO/Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie-Station begnügen. Das hieß im Klartext: Leere Betten und Nachttische runter fahren, Patienten samt Nachttischen hochfahren (vom vielen Fahrstuhlfahren war mir schon nach einer Viertelstunde schlecht), Medikamente einpacken, Bettenwagen, Verbandswagen, Drainagewagen, Reanimationsset, Infusionsständer, Urinflaschen, Steckbecken, Nachtstühle, Vistienwagen (Papierkram – wichtig)… alles hochkarren und einen geeigneten Ort zum Verstauen suchen. Dann: sehr missmutig von den dortigen Kollegen „aufgenommen“ werden (sie hätten glaube ich am liebsten einen dicken roten Strich durchs Schwesternzimmer gezogen), ewig und drei Tage eine verschwunden geglaubte Kurve suchen, die ein lieber Assistenzarzt heute morgen in sein Zimmer gelegt hatte und dann heim gegangen war, drei- vier Klysmas verteilen, endlich mal wieder Blutentnahme üben (da der PJler schon um 9 vom Chef in den Weihnachtsurlaub geschickt wurde)… das übliche Chaos eben. Und jetzt habe ich gar keine Lust morgen früh auf diese fremde Station zu gehen, auf der alles „unseres“ und „eures“ ist. „Unsere Patienten holen sich ihren Kaffee immer selbst.“ Klar, wenn meine Nasenscheidewand operiert ist, kann ich das. Mit frisch operierter Lunge nicht. Aber na ja. Es ist ja nur bis nächstes Jahr. Und wenn der ganze Spaß wieder umgekehrt losgeht, hab ich Gott sei Dank Schule.

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Jetzt ist es amtlich…

Das Rauchverbot in Diskotheken ist gesundheitsschädlich. Nach den überwundenen Halsschmerzen von Samstag bin ich heute mit einer triefenden Nase und verschleimten Bronchien aufgewacht. Das kommt wohl daher, dass ich Samstagnacht zeitweise vor der Disco die eine oder andere Zigarette geraucht habe und dabei recht leicht bekleidet und (vom Tanzen) auch noch ein bisschen angeschwitzt war… Da brauch ich mich eigentlich nicht zu wundern. Ärgerlich ist es aber trotzdem. Ich hab nämlich mittlerweile keine Stimme mehr, kann also weder telefonieren, noch eine Freundin zum quatschen einladen und auf den Weihnachtsmarkt schon gar nicht. In der Apotheke hab ich auch wieder einiges an Geld gelassen (dazu kamen nämlich auch noch ein paar kleine Pillchen zur Verhütung, die bekanntlich auch nicht gerade preiswert sind) und sitze jetzt hier mit heißem Tee und warmen Socken. Aber gut, nächstes Mal einfach eine weniger rauchen. (Oder gar nicht.)

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Noch ein Monat

…bis zu den Zwischenprüfungen. Und was hab ich gelernt? NIX!!! Herz-Kreislauf hatte ich ja schon fast fertig, und hab jetzt erfahren, dass das nicht dran kommen wird, weil bis dahin die ganze Krankheitslehre dazu noch nicht abgeschlossen sein wird. Na prima. Es wird also höchste Zeit endlich was zu tun. Ich hab mir ganz fest vorgenommen morgen endlich mit dem Atmungssystem anzufangen. Warum nicht heute? Weil ich heute Weihnachtsgeschenke kaufen werde, die Wohnung putze und dann leckeres Essen (und Bowle) für die Mädels vorbereite (was weiß ich noch nicht), damit wir später am Abend satt und zufrieden in Richtung Tanztempel starten können. Schließlich ist Wochenende, und ich bin jung und Single 😉 …

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Vorweihnachtsbahnen

Wie viele andere Stadtbewohner auch, muss ich jeden Tag mindestens zweimal per Straßenbahn durch die City. Vor dem Frühdienst und nach dem Spätdienst ist das ja auch gar kein Problem. Da sind die Trams schön leer und ich bekomme immer einen Sitzplatz, meistens sogar einen zum vorwärts fahren (hab da so ein kleines Problem mit meinem Gleichgewichtsorgan…) Aber: in der kalten Jahreszeit, wenn viele Studenten das Fahrrad im Keller stehen lassen und sich doch lieber bequem per Bimmelbahn zur Vorlesung kutschieren lassen, und vor allem in der Vorweihnachtszeit, macht das ganze gar nicht so viel Spaß. Heute durfte ich mich wieder einmal in eine bereits übervolle Bahn quetschen, zusammen mit viel zu vielen stark transpirierenden und alkoholmuffigen Mitmenschen, die entweder grad der Uni entflohen sind oder sich endlich von der Glühweinbude lösen konnten (oder beides). Festhalten musste ich mich nicht, keine Chance umzufallen. Und auch keine Chance durch irgendeine Scheibe nach draußen zu gucken. Alle angelaufen. Ganz schlecht… da wirds mir immer ganz blümerant. Aber Gott sei Dank musste ich nur 3 Stationen fahren. Vielleicht hätte ich die einfach laufen sollen? Aber bei dem Sauwetter? Und wo die Trammonatskarte doch schon bezahlt ist…

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Super, dachte ich letzte Woche, als das lang ersehnte Weihnachtsgeld auf mein Konto flatterte und traute fast meinen Augen nicht beim Anblick des Kontostandes.  Doch ich vergaß… die Autodurchsicht steht an. Heute brachte ich mein kleines Gefährt also in die Werkstatt meines Vertrauens und wusste schon vorher, dass es nicht billig werden würde. In letzter Zeit hatte ich öfter mal das Gefühl gleich rollt ein Rad an mir vorbei. Aber mittlerweile überhöre ich solche komischen Geräusche gekonnt. Die kommen und gehen. Es ist eben ein altes Auto.  Neben dem üblichen Kram wie Ölwechsel und Bremsflüssigkeit austauschen kommt nun also hinzu: kaputte Radaufhängung (wie gesagt, irgendwas klang da komisch), kaputtes Türschloss (ging schon eine Weile nicht mehr immer auf, heute dann nicht mehr zu), poröse Bremsschläuche und schließlich noch die fast nicht mehr vorhandenen Wischerblätter vorn (bei dem Preis kams auf die dann eh nicht mehr an). Über den Preis der ganzen Angelegenheit möchte ich gar nicht sprechen, er ist jedenfalls höher als mein Weihnachtsgeld ausfiel (was ja für eine Azubiene echt viel war…) und verschlingt auch noch die schöne Betriebskostenrückzahlung.

Nun gut. Für Geschenke wird schon noch Geld übrig bleiben. Und immerhin hab ich ja dieses Jahr eins weniger zu kaufen 😉

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