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Archive for Februar 2010

… kann es schon mal ganz schön brenzlig werden. Dann liegt man eines Tages auf einer kardiochirugischen ITS, an sämtliche Gerätschaften angeschlossen, sediert und friedlich vor sich hin schnorchelnd. Ich kann also sagen: unsere Lehrvisite im Herzzentrum war wirklich sehr beeindruckend. Mitten im unablässigen Monitor- und Beatmungsgerätgepiepse und dem monotonen Brustkorb-rauf-Brustkorb-runter, standen wir nun also zwischen frisch operierten Herzpatienten und bestaunten offenen Mundes die geballte Ladung an Technik, samt Kunstherzen und IABPs… Wir verbrachten zwar über eine Stunde in den „Boxen“, aber das reichte natürlich bei weitem nicht, um die ganzen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Dazu werden wir, wenn alles klappt, nächstes Jahr noch einmal Gelegenheit haben, denn dann sollen wir auch wirklich mal mitarbeiten dürfen. Bis dahin begnügen wir uns noch ein bisschen mit der Theorie… Wie man einen Defi benutzt und einen Larynxtubus zu gebrauchen hat, haben wir nebenbei auch gelernt und durften zu guter Letzt noch schön die Puppe bebeuteln und herzdruckmassieren, was schon nach drei Minuten echt anstrengend wurde muss ich sagen.

Mein Fazit: Ich habe echt riesen Respekt vor den Pflegekräften, die dort arbeiten und Patienten mit diesen schweren Krankheitsbildern betreuen. Ständig bereit zu reanimieren oder auch mal eben um das Bett einen OP aufzubauen, wenn alle Säle belegt sind. Die Kompetenz, die sie dort entwickeln ist enorm und irgendwie auch für mich erstrebenswert. Es wird sich zeigen, was mein Beruf noch mit sich bringt…

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Ich muss schon sagen, zur Zeit läuft bei mir alles ziemlich gut. Die letzten Tage auf der Wöchnerinnenstation waren noch echt schön, das Lernen für die mündlichen ZP fällt mir relativ leicht und ich genieße es mal wieder Schule zu haben. Was bedeutet: ausgiebig mit meinen Mitschülern Schabernak treiben… Und: Ich darf im Sommer mit den Kindern von unserer Kinderdialyse ins Ferienlager fahrn =) Es dürfen nur 3 Leute aus unserem Jahrgang mit und ich bin eine der Auserwählten. Ich freu mich echt riesig darauf. Kanns kaum erwarten dass Sommer wird…

Und auch toll: morgen machen wir eine Lehrvisite ins örtliche Herzzentrum um uns die kardichirurgische ITS anzugucken, Reanimieren zu üben und noch den einen oder anderen Vortrag über Kardiochirurgie zu hören. Das wird bestimmt echt spannend. Ein sehr netter (und gutaussehender) Pfleger von dieser ITS hat bei uns schon mal die Grundlagen der Kardiochirurgie und der Pflege dazu unterrichtet und versprochen, dass wir morgen verschiede Kunstherzen und andere Kuriositäten bestaunen werden dürfen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass wir dazu nicht so früh aufstehen müssen 😉 so habe ich heute Abend mehr Zeit zum Lernen…

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… für ein Kind. Es ist zwar sehr erfüllend zu sehen wie liebevoll sich die Muttis und Papis um ihre neuen kleinen Scheißer kümmern, aber so für 24h am Tag möchte ich definitiv noch kein Kind haben. Ich habe jedesmal ein komisches Gefühl dabei, wenn ich den Frauen in meinem Alter (oder auch jünger) zeige, wie sie das Baby wickeln sollen und was es da so zu beachten gibt, denn ich muss dabei unweigerlich darüber nachdenken wie mein Leben wohl verläufen wäre/würde, wenn ich an deren Stelle wäre. Klar, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und die meisten werden das wohl toll meistern, aber ich habe beschlossen, mein Leben noch ein paar Jahre für mich zu behalten.

Am Samstag durfte ich dann auch mal einem frischgebackenen Papi zeigen wie er das Töchterchen wickeln soll. Und es wahr herzzerreißend süß wie er mit der Kleinen umging, als würde sie gleich zerbrechen. Er machte seine Sache aber wirklich gut und es war toll zu sehen wie zufrieden er das letztlich das nicht mehr brüllende Kind im Arm hielt. Das ist einfach mal ein ganz anderes Arbeiten. Da gibt es sogar Momente, in denen ich richtig Gänsehaut bekomme, weil dieses Glück irgendwie ansteckend ist. 🙂

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Es ist ja nicht für immer

Dachte ich heute Vormittag, als mir aus allen Richtungen die Neugeborenen entgegen plärrten. Es ist ja nicht so, dass die nicht total süß wären, aber das Geschrei den ganzen Tag (zumindest von 5 Babys auf einmal), das ist mir eindeutig zu viel. Das bringt mich irgendwie aus der Ruhe. Aber gut. Sie schreien ja (Gott sei Dank) nicht den ganzen Tag. Insgesamt bin ich nämlich bis jetzt sehr zufrieden mit meinem Einsatz bei den Wöchnerinnen und Schwangeren. Ich darf jeden Morgen fleißig Blutentnahmen üben, bei der Visite mitgehen, Kinder wickeln, wiegen, baden und die Muttis dazu anleiten… bei der Kindervisite mitgehen, Muttis auf die Neo zu ihren Frühchen bringen. Es ist wirklich ein sehr entspanntes Arbeiten. Nicht so, dass nichts zu tun wäre, aber man kann alles gewissenhaft und ohne Hektik machen. Ein schönes Gefühl. Hoffentlich bleibt es auch so…

Gestern hab ich dann auch nochmal auf der Chirurgie vorbeigeschaut um meine Beurteilung abzuholen und ein Käffchen zu trinken. Mein Prüfungspatient ist gestern morgen verstorben… aber angesichts seines Krankheitsbildes und AZs war es eine Erlösung.

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Aus und vorbei

Das war er also. Mein (vorerst) letzter Tag auf der Thorax/Allgemeinchirurgie. Die heutige praktische Zwischenprüfung lief zwar trotz erhöhtem Schwierigkeitsgrad super, aber ein bisschen traurig bin ich jetzt schon, dass die Zeit dort vorbei ist. Immerhin waren es 10 Wochen. Wenn ich mal darüber nachdenke, war das sogar mein längster Einsatz bisher. Und auch der, der am meisten Spaß gemacht hat. Das Team ist echt super und das Beste: Pflege und Ärzte arbeiten wirklich zusammen (zumindest im thoraxch. Bereich…). Nachdem meine Prüfer verschwunden waren hatten wir noch einen schönen letzten Dienst zusammen, ich quatschte mal wieder mit unserem Stationsarzt über Gott und die Welt und seine Zivizeit (als er erst Betten, dann Bettpfannen und dann Menschen „putzen“ durfte…), alle (inklusive mir) waren begeistert von meinem gestern noch schnell zusammengezimmerten Schokokuchen und fragten, ob es den jetzt öfter gäbe… „Wenn ich das nächste Mal hier bin.“ Ich werde mir die Station auch für meine Examensprüfung wünschen, wenn ich nicht noch irgendwo hinkommen sollte, wo es noch toller ist natürlich.

Morgen geht’s also zu den Wöchnerinnen. Ich bin ja mal gespannt ob es da auch nen netten Staionsarzt gibt… 😉

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Endlich bin ich wieder mit mir selbst im Reinen und kann ruhig schlafen. Denn mein Tag gestern, und auch der heute liefen echt toll. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Mädelz in einem beliebten Schicki-Micki-Restaurant in der City, bummelten wir noch ein bisschen durch die Läden, gaben insgesamt ganz schön viel Geld aus und aßen auf Kopfsteinpflaster mehr rutschend als gehen ein Eis in der Waffel. Ganz nebenbei räumten wir bei H&M das eine oder andere Schnäppchen für die nächste Bad-Taste-Party ab (ich kann nicht glauben, dass manche von den Klamotten da wirklich echte Menschen täglich auf offener Straße tragen, sondern bin der festen Überzeugung, dass Hennes und Mauritz den Bad-Taste-Style einfach als Marktlücke entdeckt haben) und deckten uns reichlich mit Osterdeko ein um den Frühling anzulocken…

Danach fuhr ich mit einer von den beiden zum Yoga. Das war ja nun meine erste Yoga-Stunde… und ich muss sagen: Es war toll. Anstrengend und entspannend zugleich. Ich habe zwar leichten Muskelkater in Armen und Beinen, aber dafür sind meine Restrückenschmerzen wie weggeblasen. Ein tolles Gefühl. Bei der Abschlussentspannung wäre ich fast eingeschlafen. Das nenne ich mal Sport.

Nun war es 18 Uhr. Und mein Tag noch lange nicht vorbei. Die Station erwartete mich schon mit dem altbekannten Spätdienst-Besucher-und-Angehörigen-Fragen-Durcheinander und ich war seeehr froh nicht ständig nach der Klingel rennen zu müssen, sondern in Ruhe meine Anleitung vorbereiten konnte.  Ich zog mir also einen Kittel über um nicht ganz so zivil auszusehen, und stürzte mich auf die Akten. Unser Stationsarzt hatte Dienst und bot mir (von ganz allein!) an, wenn ich irgendwelche Fragen zu einem der thoraxchirurgischen Patienten haben sollte, er wäre in seinem Zimmer. Ich bedankte mich und war ein bisschen baff, fand das aber irgendwie süß. Und: ich nutzte natürlich das Angebot, fragte ihm noch ein paar Löcher in den Bauch, vor allem weil ich seine Sauklaue größtenteils nicht entziffern konnte, trank eine Kaffee mit ihm, ließ mir die Röntgenbilder erklären und wir redeten und redeten und redeten, bis er auf eine andere Station zum Drainage legen musste. Schade… aber ich war froh alles kapiert zu haben und fühlte mich gut vorbereitet. 20.10 Uhr machte ich mich schließlich, mit selbstgebackenem Kuchen von einer meiner Lieblingsschwestern im Bauch, auf den Heimweg um mich dort  noch einmal eingehend mit den Medikamenten meines „Privatpatienten“ auseinander zu setzen und dann zufrieden einzuschlafen ohne den Fernseher auszustellen.

Die gute Vorbereitung machte sich bezahlt, denn heute lief alles wie geschmiert. Meine Prüferin war begeistert von den Prophylaxen und meinen Anleitungsfähigkeiten (so toll fand ichs selber gar nicht, aber gut) und unser Stationsarzt (immer noch im Dienst gewesen) wollte natürlich auch wissen wies lief. Ich bedankte mich noch einmal bei ihm und er war völlig perplex als ich ihm eröffnete, dass ich erst im 2. Lehrjahr und nicht im 3. bin. Wenn jemand denkt, dass ich schon weiter wäre, als ich eigentlich bin… das ist für mich immer das größte Lob und ist mir manchmal sogar ein bisschen peinlich. Denn unsere Chefin fragte später auch noch ob ich mich denn auch im Haus beworben hätte. „Ich hab doch noch 1,5 Jahre…“ „Achso! Ich dachte das wäre schon die Abschlussprüfung nächste Woche…“ Aber Schluss jetzt mit der Angeberei. Noch ist die praktische Zwischenprüfung nicht geschafft, aber ich bin guter Dinge, dass ich die Sache meistern werden. Eine 2 dürfte auf jeden Fall drin sein. 🙂

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Mein Anleitungspatient bekam heute früh Schüttelfrost. Also packte ich ihn dick ein und wartete ab. Eine halbe Stunde später hatte er eine Temperatur von 38,8°C. Das gefiel der OÄ natürlich gar nicht. Sie tippte auf eine Peritonitis (bei Z.n. Hemikolektomie aufgrund eines Adenokarzinoms) und ließ schomal einen OP für ihn vorbereiten. Nix da also mit Körperpflege, Prophylaxen, Mobilisation… Prima. Also stellte ich meine Medikamente, die Lehrerin stellte mir gefühlte tausend Fragen, und wir disponierten auf einen anderen Patienten um. Der allerdings, nachdem ich gerade mit der Mundpflege begonne hatte, zur Gastro abgeholt wurde…. Mit anderen Worten: Mit wurden die Patienten unter den Händen weggeschnappt. Ich bereitete noch zwei Infusionen vor zeigte meiner Prüferin nochmal schön schulgemäß eine s.c-Injektion, aber das ganze Durcheinander hatte mich völlig aus dem Konzept gebracht. Wir verblieben dann so, dass sie am Freitag nochmal zur Anleitung kommt und hofften beide, dann mehr Glück zu haben. Fürs Medis stellen hab ich übrigens meine 1 schon gekriegt 😉

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