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Archive for Mai 2010

7:00 Uhr. Schwester Trauma steht mit ziemlicher Aufregung im Bauch vor der Schleuse und wartet auf die PDL (die mich ja dort empfangen wollte)… Die kam dann auch, sah ganz anders aus als die am Telefon klang, und schleuste sich mit mir ein. Einmal rundherum um den OP-Trakt gings direkt zur OP-Leitung, die mich freudig in Empfang  nahm und sich richtig viel Zeit dabei lies, mir alle Räumlichkeiten zu zeigen. Bei den vielen Sälen und Versorgungsräumen hatte ich zwar nach der Hälfte eh den Überblick verloren, aber egal. Sie war jedenfalls echt lieb und teilte mich für heute und morgen mit in den Gyn-OP ein. Alle zwei Tage werde ich dann wechseln, sodass ich von möglichst vielen Fachrichtungen mal was mitkriege. Was nach einem guten Plan klingt. Die beiden Schwestern im Gyn-Saal waren auch echt toll, haben viel erklärt und mir nicht das Gefühl gegeben fehl am Platz zu sein. Ich selbst hatte zwar anfangs das Gefühl ständig im Weg zu stehen, aber das sei normal, meinten sie. Die erst OP war eine TVT, also nicht wirklich blutig, genau das Richtige für den Anfang, denn ich musste mich wirklich erstmal an die OP-Luft gewöhnen und die Aufregung ablegen. Aber spätestens nach der zweiten gings ohne Probleme. Eine Sectio war heute auch dabei und nach ein paar kleineren Sachen zum Schluss noch eine Mamma Ablatio. Ein bisschen hab ich immernoch den Geruch von verbanntem Fleisch in der Nase…

Und was habe ich heute gelernt? 😀 Siebe öffnen, Tische beziehen, steril anreichen, Kittel zubinden, noch mehr steril anreichen, im Steri Material bestellen, dokumentieren… und auf der Fußbank nicht das Gleichgewicht zu verlieren, damit ich auch was sehe. Und ich muss sagen, ich hätte gedacht, dass mir das lange Stehen mehr ausmacht, aber dadurch dass ich ja nicht am Tisch war, ging es wirklich gut. Konnte ja doch die Beine immer mal bewegen, noch was holen oder Präparate wegschaffen. Ich hoffe wirklich es wird morgen und den Rest der zwei Wochen auch so toll. 🙂

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Schluss mit lustig

Und wieder einmal wäre eine Woche Urlaub rumgebracht. Ich habe viiiiel geschlafen, viiiiiiel gegessen und auch den einen oder anderen Euro für die schönen Dinge des Lebens ausgegeben. Aber ich finde so muss das sein im Urlaub. 😀

Und nun sitze ich wieder in meiner Wohnung, habe mit den Mädels telefoniert und bin schon ganz gespannt was mich morgen im OP erwarten wird. Wirklich aufgeregt bin ich zwar noch nicht, aber das wird morgen früh kommen. Drückt mir einfach die Daumen, dass ich nicht umkippe oder anderweitigen Blödsinn anrichte.

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Habe vorhin die PDL vom Funktionsdienst angerufen, um zu fragen wann und wo ich mich nächsten Montag zwecks OP-Einsatz einfinden soll. „Sind Sie denn im Zentral-OP?“ „Äh? Ja, denke schon.“ „Na, OP oder Anästhesie?“ „OP.“ usw. Sie klang nicht sehr freundlich, aber bestimmt… Und eigentlich ist das ja auch egal, weil ich mit ihr eh nichts zu tun haben werde. Abgesehen davon, dass sie mich Montag vor der Schleuse in Empfang nimmt und rein bringt. Vorher muss ich mir noch den obligatorischen Coin für die Schleuse holen, aber das ist ja immer dasselbe. Woher soll ich denn wissen in welchem OP ich eingeplant bin? Wenn sie es nicht weiß. Aber gut. Ich werd einfach hingehen und weitersehn.

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Mein internationaler Besuch ist mittlerweile auf dem Weg in die nächste Großstadt. Schließlich machen sie diese Woche eine kleine Rundreise, um einen Teil Deutschlands besser kennen zu lernen. Bei mir war es jedenfalls sehr spaßig. Das Wetter war ja auch toll, sodass wir auch nachts noch draußen vor meiner absoluten Lieblingsbar sitzen konnten und bei der einen oder anderen Bacardi-Cola über Gott und die Welt sprachen. Mal Englisch, mal Deutsch, mal mehr mit Händen und Füßen. Vorher hatten wir gemeinsam die Skyline bei Nacht bestaunt, leckere Pasta gekocht (die Italienerin besser gesagt 😉 ) und natürlich das UEFA-Cup Finale verfolgt…

Das Kulturprogramm hatten wir uns für den nächsten Tag aufgehoben. Das Wetter war perfekt dafür, der Hangover nicht allzu schlimm und die Stimmung super. Erst gegen späten Nachmittag zeigte sich dann doch die Müdigkeit allerseits und wir machten noch ein kleines Nickerchen, bevor es weiter zur nächsten Party ging. Eine gute Freundin aus Schulzeiten feierte ihren Geburtstag und ich traf echt viele Leute, die ich Ewigkeiten nicht gesehen hatte. Darunter auch eine Medizinstudentin, mit der ich ganz schnell wieder anfing von der Arbeit zu reden, weil sie überlegt, wo sie denn am besten ihre erste Famulatur machen soll… das kann ich ihr natürlich auch nicht sagen, aber sie wird schon das Richtige finden. 🙂

Und nun… bin ich bei meinen Eltern, habe mich feiertagsgerecht überfuttert und werde morgen früh schwimmen gehen, damit die Ente nicht direkt an den Hüften kleben bleibt.

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Das passt schon…

Ich bekomme heute Besuch. Viel Besuch. Internationalen Besuch. Meine beste Freundin bringt drei ihrer Kommilitonen mit: einen Schweizer, einen Spanier und eine Italienerin. Sie wollen sich mal meine Stadt anschauen solange sie noch in Deutschland sind, und dafür habe ich auch schon einen perfekten Plan aufgestellt. Nur hatte ich anfangs leichte Bedenken sie alle auf meinen 40m² unterzubringen… meine BF dazu: „Das passt schon.“ Gut, dachte ich, die vier sind immerhin aus ihrem Hamburger Studi-Wohnheim Schlimmeres gewohnt. Also werde ich heute noch den Rest der Wohnung wienern, denn ich hatte gestern echt keine Lust alles von oben bis unten zu putzen. Im Moment suche ich noch nach der besten Location um morgen zu frühstücken. Ich kann mich einfach nicht entscheiden… aber das wird schon. Ich freu mich jedenfalls drauf. Das wird ein toller Start in den Urlaub. 😀

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Die Luft ist raus

Morgen beginnt die sechste und letzte Schulwoche dieses Turnus. Und das ist auch gut so. Denn ich hab gerade mal wieder echt genug vom Lernen und Vorträge halten. Es gab keine Woche, in der wir keine Arbeit geschrieben hätten… und zum krönenden Abschluss folgen diese Woche noch zwei. Und ein Vortrag natürlich – darf ja nicht fehlen. Letztendlich ist es ja immer wieder die selbe Leier. Am Anfang eines Schulturnus freut man sich darauf jedes Wochenende frei zu haben (vom Lernen mal abgesehen), nicht mitten in der Nacht aufstehen zu müssen und jeden Tag die Mädels zu sehen. Aber dann kommt der Punkt, an dem man einfach lieber wieder arbeiten will. Sich bewegen, etwas Sinnvolles tun, sich nicht den Arsch am Schreibtisch breit sitzen und Kekse reinschaufeln. Mit echten Patienten arbeiten, sich die neuesten blöden Witze vom Oberarzt anhören, hier und da einen Anschiss von der Stationsschwester abholen (gut, das ist nicht so toll, aber Gott sei Dank auch selten 😉 ), Praktikannten die Pampelarbeiten machen lassen, einfach mal einen Kaffee trinken, Merci futtern, und hoffen, dass es nicht gleich klingelt… und am Ende des Tages auch endlich die Witze verstanden haben.

Wie ich in meinem nächsten Einsatz im OP klarkomme wird sich zeigen. Aber die Herrschaften in grün werden mich schon nicht fressen…

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Wenn man (bzw. heute nur Frau) das Ganze auch zu Hause veranstalten kann? Mit Raclette und Bowle, Wodka Ahoi und anderen Schmeckerchen. Das Paradoxe daran: Wir verbringen trotzdem gefühlte drei Stunden vor dem Kleiderschrank (oder auch auf dem Dachboden) und suchen krampfhaft nach dem richtigen Outfit. Rufen zwischendurch mehrere Leidensgenossinnen an, fragen ob sie noch ein paar hässliche Ohrringe oder ein Kopftuch haben, suchen nach dem uralten pinken Lippenstift, der extra für solche Zwecke angeschafft wurde (eigentlich auch völlig bescheuert) und das alles nur mit dem Ziel am Ende möglichst hässlich auszusehen 😀 Ich habe mein Outfit übrigens gefunden. Die Kamera ist schon eingepackt und die gute Laune auch. Die wird auch hoffentlich noch eine Weile anhalten, denn wenn ich mir so überlege was ich dieses Wochenende noch alles lernen muss… nicht dran denken. Verdrängung ist doch immernoch der beste Abwehrmechanismus. Danke Herr Freud.

Und übrigens: Wenn man nicht weiß wohin mit den Haaren – einfach ne OP-Haube drauf 😉

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