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Archive for the ‘Erkenntnisse’ Category

Endspurt

Noch ein halbes Jahr… das ist echt nicht viel. Und vor 2,5 Jahren dachte ich noch „So. Jetzt bist du ja erstmal gut beschäftigt die nächsten drei Jahre…“ War ich ja auch. Seit meinem Abi sind ja sogar schon 4 Jahre vergangen. Kaum zu fassen. Und eigentlich müsste ich mich freuen es bald geschafft zu haben. Nach den nervtötenden Prüfungen im Sommer natürlich (für die ich langsam mal anfangen müsste zu lernen…). Aber ich freu mich eben nicht so wirklich, denn ich sitze gerade mal wieder mental ganz unten in dem bösen dunklen Loch des „Was kommt danach?“. Ich grüble und rede und plane und hab doch so gar keinen Plan. Ich pflege gerne Menschen, daran besteht kein Zweifel. Aber ich habe keine Lust irgendwann nur noch mit Hilfspersonal zu arbeiten. Es wird vorne und hinten gespart wo es nur geht… dass dabei nicht nur die Patienten auf der Strecke bleiben scheint keinen zu interessieren.

Ich weiß, ihr werdet jetzt sagen „das ist doch auch nicht besser“… aber ich habe den Entschluss gefasst mich wieder mal fürs Medizinstudium zu berwerben. Das ist schließlich das, was ich schon lange machen wollte. Obwohl ich mir keine allzu großen Chancen ausrechne. Die benötigten Wartesemester werden jedes Jahr mehr und im AdH hab ich zwar mit Ausbildung und dank meiner Leistungskurse von damals an manchen Unis ganz gute Chancen, aber ich will mir nicht allzu viel Hoffnung machen. Sonst bin ich hinterher nur umso mehr enttäuscht.

Bleibt nur noch die Frage „Wo bewerb ich mich?“ Also zum arbeiten, mein ich. Das Herzkatheterlabor wäre ja meine Traumheimat… aber das wird wohl nichts, wenn da nicht unverhofft noch jemand schwanger wird demnächst. Ansonsten wär Intensiv toll. Da brauchen sie auf jeden Fall Leute. Na ja, mal schaun was die Klinikleitung sagt. Ich setz mich erstmal wieder an meine Bücher…

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Und schwupps, sind zwei Wochen im OP auch schon wieder rum. Und ich fand die Zeit dort echt toll und bin froh diese Chance genutzt zu haben, denn wann kann ich schon mal wieder so viele verschiedene OPs aus so vielen verschiedenen Abteilungen live und in Farbe sehen? Eine Schwester meinte gestern auch zu mir sie würden mich dort gern behalten und ich hätte meine Sache wirklich toll gemacht, und ich finde, für eine gewisse Zeit wäre es bestimmt ganz spannend im OP zu arbeiten, aber nicht für immer. Da würden mir schlicht und einfach die Patienten fehlen. Mit ihnen reden, Fortschritte sehen, einfach für sie da sein. Klar, auch im Saal ist der Patient da, aber er ist dort eben auf seine Erkrankung fixiert. Ein 23-jähriger mit Colon-Ca und Lungenmetastasen löst dort zwar ein: „Oh je, ob der noch 25 wird…“ aus, aber mehr auch nicht. Man hat ja eh nicht weiter mit ihm zu tun. Und auf den ersten Blick erscheint das zwar einfacher als diesen Menschen auf Station zu pflegen und ihn evtl. auch beim Sterben zu begleiten, aber genau das ist für mich eben Pflege. Wirklich am Menschen zu arbeiten.

Andererseits hab ich dort auf jeden Fall gelernt was steriles Arbeiten heißt. Und ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich nicht einmal was unsteril gemacht hab, obwohl ich sonst schon ein mittelgroßer Tollpatsch bin…

Eine Schwester, die nur ein paar Jahre älter als ich ist, meinte zu mir: „Ich wollte eigentlich nie in den OP, ich fand OP-Schwestern immer eingebildet und zickig.“ Und sie ist trotzdem zufrieden dort. Es hatte sich einfach so ergeben. Was zeigt, dass eh alles anders kommt als man denkt 😉 Ich lass mich einfach mal überraschen was mich noch so erwartet…

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… für ein Kind. Es ist zwar sehr erfüllend zu sehen wie liebevoll sich die Muttis und Papis um ihre neuen kleinen Scheißer kümmern, aber so für 24h am Tag möchte ich definitiv noch kein Kind haben. Ich habe jedesmal ein komisches Gefühl dabei, wenn ich den Frauen in meinem Alter (oder auch jünger) zeige, wie sie das Baby wickeln sollen und was es da so zu beachten gibt, denn ich muss dabei unweigerlich darüber nachdenken wie mein Leben wohl verläufen wäre/würde, wenn ich an deren Stelle wäre. Klar, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und die meisten werden das wohl toll meistern, aber ich habe beschlossen, mein Leben noch ein paar Jahre für mich zu behalten.

Am Samstag durfte ich dann auch mal einem frischgebackenen Papi zeigen wie er das Töchterchen wickeln soll. Und es wahr herzzerreißend süß wie er mit der Kleinen umging, als würde sie gleich zerbrechen. Er machte seine Sache aber wirklich gut und es war toll zu sehen wie zufrieden er das letztlich das nicht mehr brüllende Kind im Arm hielt. Das ist einfach mal ein ganz anderes Arbeiten. Da gibt es sogar Momente, in denen ich richtig Gänsehaut bekomme, weil dieses Glück irgendwie ansteckend ist. 🙂

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Super, dachte ich letzte Woche, als das lang ersehnte Weihnachtsgeld auf mein Konto flatterte und traute fast meinen Augen nicht beim Anblick des Kontostandes.  Doch ich vergaß… die Autodurchsicht steht an. Heute brachte ich mein kleines Gefährt also in die Werkstatt meines Vertrauens und wusste schon vorher, dass es nicht billig werden würde. In letzter Zeit hatte ich öfter mal das Gefühl gleich rollt ein Rad an mir vorbei. Aber mittlerweile überhöre ich solche komischen Geräusche gekonnt. Die kommen und gehen. Es ist eben ein altes Auto.  Neben dem üblichen Kram wie Ölwechsel und Bremsflüssigkeit austauschen kommt nun also hinzu: kaputte Radaufhängung (wie gesagt, irgendwas klang da komisch), kaputtes Türschloss (ging schon eine Weile nicht mehr immer auf, heute dann nicht mehr zu), poröse Bremsschläuche und schließlich noch die fast nicht mehr vorhandenen Wischerblätter vorn (bei dem Preis kams auf die dann eh nicht mehr an). Über den Preis der ganzen Angelegenheit möchte ich gar nicht sprechen, er ist jedenfalls höher als mein Weihnachtsgeld ausfiel (was ja für eine Azubiene echt viel war…) und verschlingt auch noch die schöne Betriebskostenrückzahlung.

Nun gut. Für Geschenke wird schon noch Geld übrig bleiben. Und immerhin hab ich ja dieses Jahr eins weniger zu kaufen 😉

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… dass Frauen bei Männern unter anderem besonders auf die Hände achten. Ich gehöre dazu. Und habe im Laufe der Woche festgestellt, dass unsere Ärzte auf Station alle keine schönen Hände haben. Zumindest meiner Ansicht nach. Entweder sind sie zu wurstig oder die Finger zu kurz und mit Ehering versehen oder es sind solche typischen Frauenhände, was ich überhaupt nicht toll finde. Warum die Hände so wichtig sind? Bleibt mein Geheimnis…

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Es geht mir von Tag zu Tag besser. Und ich habe eingesehen, auch allein und später mit einem anderen Mann, glücklich sein zu können. Dazu kommt, dass ich heute mit meiner Arbeit ziemlich zufrieden war, und das natürlich gut ist fürs Ego. Ich merke immer mehr, dass ich Zusammenhänge erkenne und schwierige Situationen besser und leichter lösen kann als früher, dass ich mich öfter traue einfach mal nachzufragen oder nachzuhaken, aber auch Entscheidungen selbst zu treffen. Die Ausarbeitungen für meine Praxisaufträge habe ich heute auch endlich mal geschafft (so zwischendruch eben) und meinen Einsatz im Herzkatheterlabor bei meiner PA klargemacht. Da freu ich mich echt drauf, wird aber noch eine Weile dauern bis ich da hin komme.

Kurz vor Dienstschluss hab ich dann auch noch eine Runde mit den PJ-lerinnen der Allgemeinchirurgie quatschen können, die beide echt lieb sind und wirklich Spaß an der Sache zu haben scheinen. Und hab von denen erfahren, dass der gutaussehende Assistenzarzt, der bei der Visite rumgockelt wie Herr Chefarzt höchstpersönlich, gar kein Assi ist, sondern ebenfalls PJ-ler. Was das Rumgegockle natürlich noch aufgeblasener erscheinen lässt. Aber gut.

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… ist die Welt nicht untergegangen. Und das wird sie wohl demnächst auch nicht tun. Mittlerweile habe ich eingesehen, dass es besser so ist. Das Herz blutet zwar schon noch etwas, aber das wird schon wieder.

Und ich habe in dieser Woche wieder einmal gemerkt, dass ich die richtigen Freundinnen habe. Die für mich da sind, die  mir zuhören und mich aufbauen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Und von jetzt an habe ich auch wieder viel mehr Zeit für sie.

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