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Ich lebe noch

Auch wenn ich ewig nichts von mir hören lassen hab… ja, ich lebe noch 😀 Bin nur zur Zeit ziemlich gestresst durch viel viel viel viel Schulkram, der ne Menge Aufmerksamkeit verlangt und noch mehr Zeit in Anspruch nimmt. Habe zur Zeit das Gefühl wir unterrichten uns selbst, so selten wie die Lehrer anwesend sind. Wo ist nur der gute alte Frontalunterricht geblieben? Aber gut, auch das geht vorbei.

Apropo vorbei. Die zweite Woche im Herzkatheterlabor war auch rum wie nix, vollgepackt mit Notfällen, aber auch sehr lehrreich. Kann jetzt Viggos legen und sehe mittlerweile auch bei den Kathetern, Drähten und Stents einigermaßen durch. Habe Patienten alleine vorbereitet und überhaupt konnte ich meine Arbeiten schon besser organisieren und koordinieren. Der OA hat wie immer seine Fragen gestellt und meine geduldig beantwortet, zwischendurch ein paar Witze gerissen und sich dann (ich war ganz grün vor Neid) in den Skiurlaub verabschiedet.

Es ist zwar schade, dass jetzt so ein langer Schulturnus meine Einsatz dort in zwei Hälften teilt, aber es ist auch schön sich darauf zu freuen, wieder hinzugehn. Und ich freu mich wirklich. Aber vorher heißts noch diesen und jenen Vortrag ausarbeiten und diverse Gruppenarbeiten-/Projektvorstellungen vorbereiten. Womit ich auch den Rest meines Abendprogramms füllen werden…

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Nach drei Tagen kann ich bereits sagen, dass es eine absolut richtige Entscheidung war, mir den Einsatz in unserem Herzkatheterlabor zu wünschen. Wenn sich alle Stationen/Bereiche so viel Mühe geben würden mit den Schülern und sooooo lieb wären, dann wäre das Schülerleben echt toll. Egal ob Schwester oder Arzt, alle ziehen an einem Strang (sind ja auch voneinander abhängig in dem Bereich) und erklären mir ganz ganz viel. Meine Mentorin setzt sich wirklich jeden Tag mit mir hin und geht offengebliebene Fragen mit mir durch, und arbeitet mich Schritt für Schritt ein, sodass ich nach und nach immer mehr Aufgaben selbständig übernehmen kann. (Die Säle vorbereiten früh darf ich schon allein ;-)) Wahnsinn! Ich bin immernoch ganz überwältigt. Und interessant ist es natürlich auch wahnsinnig. Ich bin einfach immer wieder fasziniert vom schlagenden Herzen, egal ob offen im OP oder per Durchleuchtung. Habe zum Beispiel gleich Montag gesehn wie ein PFO verschlossen wurde. Echt toll was man alles machen kann. Der Oberarzt stellt mir ab und zu ein paar Fragen und erklärt fein. Oder wir sitzen zusammen vorm Bildschirm, er erklärt, ich höre zu und trinke Kaffee 😀 Das ist doch mal ein Leben. Freu mich also morgen wieder auf Arbeit zu gehn. 🙂 Verrückt oder?

… was heute wiedermal ganz klar bewiesen wurde. Ruck zuck lag die Patientin im Schlummerschlaf und die Chirurgen wetzten die Messer. Heute mal auf der Seite der Anästhesie hatte ich mal nicht mit steril anreichen zu tun, sondern konnte den Gasmann mit allen Fragen löchern, die mir so einfielen. Zum Beispiel „Was is das? Wofür is das? Was schreiben Sie da jetzt auf? Warum pfeift das so aus dem Tubus?“ … Die er auch alle ganz geduldig beantwortete 😀 Und auch die Anästhesieschwester war voll lieb und hat mir viel erklärt. Tolle Sache. Durfte auch mal durchs Laryngoskop und durchs Bronchoskop gucken, war nämlich wiedermal in meiner Thoraxchirurgie gelandet 😉 Dann noch beim Arterie- und PDK-Legen assistiert und schon musste ich auch wieder in die Schule 😦 Sehr schade, aber immerhin. Besser als gar nix.

Anästhesiepflege wird nicht an allen Schule unterrichtet, hab ich mir heut sagen lassen. Da aber viele unserer Lehrer in ihrem früheren Leben im Intensiv- oder Anästhesiebereicht tätig waren, finden die das natürlich total spannend und wollen es gerne an ihre Schüler weitergeben.  Und ich finde das eine sehr gute Idee 😀 Kann schließlich nicht schaden und beeinhaltet sowohl eine Hosipitation in der Anästhesie, als auch eine auf einer sehr sehr großen ITS. Da freu ich mich schon drauf. Und gefreut hab ich mich auch, als ich heute (als einzige in meiner Gruppe) erfolgreich die Puppe intubiert hab 😀 Yeeeha! Ich weiß, ist nur ne Puppe. Aber dafür dass ich zum ersten Mal ein Laryngoskop in der Hand hatte, und dass die Puppe nicht so „kooperativ“ war,fand ich das super. Eigentlich sollten wir ja nur das Anreichen üben, aber mal selber durchgucken und probieren war natürlich auch spannend. Nächste Woche geht’s dann mal einen Vormittag in die Anästhesie, bin gespannt und freu mich drauf. Aber jetzt ist erstmal Wochenende 🙂 und darauf stoßen die Mädels und ich heut erstmal mit nem leckeren Glühwein an…

Nachtdienst-Premiere

Nun ist er also vorbei, mein Gyn-Einsatz. Endete mit meinem allerersten Nachtdienst, vor dem ich natürlich doch ein bisschen aufgeregt war, weil ich dachte ich würde spätestens um 3 wegpennen… war aber nicht so. Ich hatte mit einer echt lieben älteren Schwester Dienst, mit der ich über Gott und die Welt gequatscht hab und nebenbei noch bisschen was für die Schule recherchiert hab. Zwischendurch bin ich durch die Zimmer geschlichen, gab aber nichts Außergewöhnliches. Medikamente gestellt, Kurven geschrieben, zwei drei Tassen Kaffee getrunken, OP-Kram vorbereitet… und die Zeit ging rum wie im Flug. Hät ich gar nicht gedacht. Plötzlich wars um 5 und die letzte Stunde verbrachte ich mit Kuchen essen 😉 Hab dann auch schön die Übergabe gemacht (Schwester H. meinte das muss ich ja auch mal lernen ^^) und freute mich riesig auf mein Bett, denn dann merkte ich doch schon deutlich wie übermüdet ich war. Bis 15 Uhr geschlafen, eingekauft, gekocht, wieder geschlafen… und nun sitze ich hier und zwinge mich dazu noch ausstehende Hausaufträge zu erledigen, für die ich eigentlich vier Wochen Zeit hatte, sie aber natürlich erst jetzt anfange. Ich Trottel…

Das war übrigens mein vorletzter Pflichteinsatz. Als nächstes komm ich ins Herzkatheterlabor. Freu mich schon! 🙂 Wird bestimmt spannend. Aber erstmal: Schule. Lernen, lernen, lernen.

Geht doch

„Drittes Lehrjahr? Da können wir Ihnen ja nach der Einarbeitung einen eigenen Bereich geben…“ Mein erster Tag auf der Gyn. War eigentlich ganz amüsant und insgesamt, ich würde mal sagen, okay. Eine Schwester hat für mich komische Ansichten von Pflege, aber das kennen wir ja schon… ich bin jedenfalls zufrieden mit mir. Habe mich um MEINE Patienten gekümmert, nichts vergessen, und hatte natürlich die besonders pflegeintensiven, sodass ich die meiste Zeit des Tages in Patientenzimmern verbracht hab (und nicht auf der Raucherinsel… wie gewisse andere Schwestern Angestellte). Stört mich jedoch überhaupt nicht, denn nett waren meine Patienten. Nachmittags gabs dann noch einen kleinen RR-Abfall bei einer Patientin… ich dackel zum Arztzimmer (gutaussehender Assistenzarzt drin ;-)), klage mein Leid, und AUF DER STELLE (ich traute meinen Augen ja kaum) erhob er sich von seinem Stuhl und kam mit. Patientin angucken, Flexüle legen, auf meine Nachfrage hin die AO für die Infusion ohne Umschweife in die Kurve schreiben. Da war ich ja mal baff. UND eine gute Stunde später hat er mich auch noch mal gefragt obs der Patientin besser geht. Das ist doch mal ein toller Arzt. Den würd ich gern behalten 😀 Ja, meine Lieben. Mich kann man schon mit ganz kleinen Dingen glücklich machen. Noch glücklicher wäre ich, wenn die Schwestern dort nicht selbst die Chemos anhängen würden, aber das ist deren Problem.

Morgen früh ist Schluss mit dem Lotterleben. Und ich geh außnahmsweise mal nicht auf eine neue Station, sondern werde eine Schülerin aus dem 1. Lehrjahr an die Hand nehmen, die morgen auf der Trauma ihren ersten Tag hat. Das ist eine tolle Sache bei uns. Dass die Großen den Kleinen ihren ersten Tag ein bisschen leichter machen. Ich weiß noch wie froh ich damals am allerersten Tag war, dass da einer war der mich an die Hand genommen hat. Das nimmt ja dann doch ein bisschen von der großen großen Aufregung. Obwohl ich natürlich finde, dass der erste Einsatz auf ner Trauma doof ist, weil man da zwar auch Grundpflege ohne Ende machen kann, aber die ganzen feinen Verbände noch nicht machen kann und vor allem darf. Ging mir ja damals im 1. auch so, und nun hab ich das ganze zweite Lehrjahr vielleicht 10 Verbände gemacht und hab das Gefühl keinen Plan davon zu haben. Und wenn ich dann am Dienstag auf die Gyn komme und Verbände machen soll, dann muss ich erstmal in der Gedächtniskiste kramen, wie das noch war… obwohl das Prinzip ja immer ähnlich ist, aber ich hab da auch immer das Gefühl uuuuunendlich lahmarschig zu sein. Bin ich wahrscheinlich auch. Aber woher solls kommen? Ohne Übung 😀 Na ja wie auch immer… Ich freu mich jedenfalls auf morgen. War ewig nicht mehr dort und bin immer froh mal wieder nette Leute zu treffen, mit denen man plaudern kann. Hoffe nur, dass ich mich auch mit meiner Schülerin gut verstehe. Dann kann es ein lustiger Tag werden. 🙂